Dienstag, 29. September 2009

Tag 7 - 10

Okay nachdem ich ja gestern versprochen hatte heute weiterzuschreiben bin ich mal außnahmsweise fleißig und mache das auch.

Am Samstag dem 26. September war ich zur Geburtstagsfeier von drei unserer Japaner von der Reitaku Universität die in Halle studiert haben eingeladen. Ryoichi und Mariko hatten schon Geburtstag und Yuka hatte genau an dem Tag an dem wir gefeiert haben.

Mariko(r.) und Yuka(l.)

Daiki musste Vormittags in die Uni da der alljährliche Gesundheitscheck an der Uni anstand. Mittags wurde ich dann aber abgeholt un wir sind gemeinsam zur Uni gefahren welche gar nicht weit weg ist von hier (laut Google-Maps sind es 2,9km).


So sieht die Ritaku-Universität aus. Wie man sieht schön viel Grün meiner Meinung nach.

Daiki hat sich dann mit einem seiner Kumpels erstmal verkrümelt weil er sein neues Motorat in Chiba abholen gefahren ist. Ich habe mir erstmal die Zeit mit Ayumi und Yuka vertrieben und bin kurze Zeit später mit den beiden und Fukumi und Yuki kurz einkaufen gewesen (ich habe nix gekauft, die anderen aber. Ich hatte am Vormittag meinen Gang zum Getränkekaufen schon weg. Es sollte nämlich jeder was zu trinken mitbringen.).

Gefeiert haben wir übrigens auf dem Gelände der Reitaku-Universität, welche sehr ruhig liegt und auf deren Gelände es schön grün ist. Auf dem Rückweg zur Uni haben wir einen der Professoren der Abteilun der Germanistik getroffen, der meinte, die anderen sollen mir nur bitte keine schlimmen Wörter beibringen und mir nur die schöne japanische Kultur zeigen.
Als wir zurück waren auf dem Gelände waren die anderen aus Halle auch schon da bis auf Annika und Christian welche erst später dazukamen.


Liane und ich und dieser quietschsüße Kuchen.

Ayumi und ich.

Die Leute die an der Musashi-Universität studieren konnten leider nicht kommen, da deren Programm derzeit ziemlich voll ist dank der Planung der Uni. Es waren auch alle der Japaner da, welche in Halle studiert hatten und ein paar andere. Alles in allem war ich wirlich froh mal wieder alle getroffen zu haben und kann jetzt behaupten hier endlich angekommen zu sein. Langsam fühl ich mich auch recht heimisch und ich hoffe, das ändert sich auch nicht, sobald ich am Donnerstag mit arbeiten anfange...

von Links nach rechts: Masato, Yuka, Mariko, Ryoichi und Studentin, deren Name mir schon wieder entfallen ist.

Es gab zuerst für jeden von uns ein Schlückchen Sekt (ich bin eigentlich nicht scharf auf das Blubberwasser aber naja...) und dann Kuchen. Ich werde wohl in Japan gut auf Kuchen verzichten können da dieses Zeug für mich einfach nur wiederlich war, was mir ehrlich gesagt leid tut. Aber es war einfach nur süß für mich... und süß... und hatte ich schon erwähnt das es einfach nur süß war?? Nach einem halben Stück habe ich aufgeben müssen. Ich glaube schon allein damit habe ich meinen Zuckerverbrauch für das nächste halbe Jahr gedeckt... Wir durften auch bei der Probe des Universitätsinternen Koto-Clubs mal zuschauen und zuhören und ich muss wirklich sagen das ich sehr beeindruckt war.
Wir haben auch viel geredet was auch mal wieder schön war und ich hoffe bald wieder mit Mariko und co. und den Leuten aus Halle hier wieder was unternehmen zu können (Stefan: du hast mir was versprochen, ja? XD)

Stefan der sich so gar nicht verändert hat.

Kristin (eher unter ihrem Spitznamen Shu bekannt)

Und Erik dem es wohl weniger gefällt mal Fotomodell zu sein statt selbst Fotos zu machen.

Zu guter letzt noch ein Foto der ganzen Meute.

Daiki kam dann so gegen halb 4 zurück und gegen kurz vor 5 wenn ich mich recht erinner sind wir dann alle entweder gen Heimat oder so aufgebrochen. Der Großteil der Gruppe wollte eigentlich zusammen zum Karaoke gehen sind dann aber doch etwas essen gegangen wie ich das so mitbekommen habe. Da Karaoke am Wochenende aber nicht gerade billig ist, sind Daiki und ich heimgefahren. Zum Abendessen habe ich endlich hier mal gekocht: Mapo Nasu (und ja nix mit Fix hier! Das krieg ich noch so hin! Das ist das gleiche wie Mapo-Tofu nur mit Aubergine statt mit Tofu. Sehr lecker!)


So sieht das aus für alle die das nicht kennen.

Am Sonntag (27. September) haben wir zum Frühstück/Mittagessen den Rest davon gegessen, da wir einfach mal zu viel gemacht hatten. Danach sind wir nach Kashiwa gefahren um ein paar Dinge einzukaufen für die Wohnung und Daiki für sein Motorrad (von dem ich immernoch kein Foto gemacht habe...). In dem Laden in dem wir waren war es schon wieder so abartig laut aber immerhin schon mal leiser als in dem Elektroladen. Aber ein Fuchsbau ist nichts gegen japanische Geschäfte! Wir sind da sicher 5 Mal drin rumgeirrt um dann endlich die Kasse und später den Ausgang zu finden. Auf dem Hinweg sind wir auch an einer Pachinko-Halle vorbeigekommen. Nur ein Wort: laut ist noch untertrieben für den Lärm der da rauskommt.


Damit ihr wisst wie ich aussah.

Wir sind dann noch ein bisschen im Bahnhofseinkaufszentrum gewesen in dem wir aber nichts gekauft haben und dann wieder zurück nach Hause. Ich habe dann mit Mama und Papa skypen können und danach sind Daiki und ich einkaufen gegangen. Es gab diesmal Sanma-Sashimi (Sanma ist Makrelenhecht.), Miso-Suppe, Kinpira (Das ist aus Gobou und Möhren bestehendes Gemüse...Zeug dessen weitere Bestandteile mir bis auf Sesam rätselhaft bleiben aber es schmeckt wunderbar.) und wie immer Reis (bis jetzt fehlen mir noch weder Kartoffeln noch Brot. Mal sehen wie lange noch).

Kinpira - so sieht es aus.

Da ich im Gegensatz zu Japanern nun mal nicht mit 300ml oder so am Tag auskomme was trinken angeht und es auf die Dauer doch recht teuer ist täglich eine 2 Literflasche grünen Tee zu kaufen haben wir Mugi-Cha gekauft zum selbst machen. Das ist japanischer Gerstentee und erinnert mich an den Malzkaffee den es bei uns gibt nur in verdünnter Form. Schmeckt jedenfalls nicht schlecht.
Fertiger Tee.
Das ist jetzt nicht die Packung die wir gekauft haben, aber so eine Packung Tee reicht eine ganze Weile, da man pro Beutel 1 L Tee herausbekommt und wir eine Packung mit 52 Beuteln gekauft haben.

Am Montag (28. September) gab es zum Frühstück bei uns Chahan (zur Abwechslung haben wir auch mal Frühlingszwiebeln mit reingetan da wir noch genug davon haben.) Daiki ist dann zu Uni gefahren und ich saß also alleine in der Wohnung rum.

Ich am Montag.

Aber ich war sogar recht produktiv und habe geputzt und aufgeräumt (von letzterem sieht man schon nicht mehr viel da ein gewisser Jemand es nicht so eng sieht mit der Ordnung - das müssen wir noch üben!) Wir haben so einen kleinen, süßen Staubsauger den ich einweihen durfte. Jetzt ist der Boden hier wieder sauber (ja, Tatamimatten wollen auch sauber gemacht werden!). Danach habe ich mich daran gemacht unser Bad zu putzen, das meiner Meinung nach sicher schon länger niemand mehr ordentlich sauber gemacht hatte... Lasst euch eins sagen: japanisches Wasser stinkt ja schon nach Chlor aber diese Badreiniger stinken wie Schwimmbad! Nach einer halben Stunde Bad putzen bin ich dann geflüchtet und habe mir im Conbini ein Onigiri mit Umeboshi gekauft (ich muss ja testen, was mir bei Onigiri schmeckt, da ich ab Donnerstag immer welche zur Arbeit als Mittagessen mit nehmen werde.). 


So sieht so ein Onigiri mit Umeboshi aus wenn man es "aufmacht". Außen Reis und drumrum Nori (also Seetang - Papa würde jetzt sagen ein Tabakblatt.) und innedrin eben eine in salz eingelegte Plaume die Umeboshi genannt wird. Daiki mag die Dinger nicht so, ich fand sie aber recht lecker.

Ich hatte gestern Mittag nicht so viel Hunger, weshalb es nur das Onigiri mit ein paar Spalten Nashi und Tee gab.


Mein leider schon angebissenes Onigiri, Nashi und Tee.

Danach bin ich die Gegend hier ein bisschen erkunden gegangen und habe festgestellt, das wir hier noch eine zweite Kaufhalle haben.


Blick bei uns aus dem Fenster.


Und in dem Haus wohnen wir.


Unsere Straße.

Das Foto ist für Papa - es soll sich nochmal in Deutschland einer über Masten und Kabelsalat bschweren, oder?

Hier gehts zum Bahnhof (der dann wenn man die Treppen im Hintergrund hochgeht gleich ist.)

Unsere Riesen-Drogerie irgendwas.

Und in diesem Gebäude an dem Picotee dransteht ist unsere Kaufhalle, ein 100Yen Laden und sonst noch son bissl Kleinkram (Klamotten, Drogerieartikel, Bücher, Zeitschriften etc.)

Irgendwann wollte ich zurück, aber ich wollte nicht den leichen Weg zurück und bin deshalb in eine Straße abgebogen, welche in die Richtung führte und ich mich ohne Plan und Orientierung doch zum Glück nicht verlaufen habe. Ich bin zum Glück wieder auf den Weg gekommen, den ich am Anfang genommen hatte und war dann wieder beim Bahnhof hier. Ich habe in unserem 100Yen Shop noch Nagellackentferner gekauft und bin dann nach Hause gegangen.
Eigentlich wollte Daiki gegen Halb 6 Heimkommen, rief dann aber an, das er noch mit einem seinr Kumpels was machen wolle und er gegen halb 7 heimkommen würde. Als es dann um die gesagte Uhrzeit war, bekam ich einen Anruf ob ich denn nicht mit ihm und 3 Kumpels von ihm Ramen (chinesische Nudeln in Suppe/Brühe/was auch immer mit ein bisschen Gemüse und Fleisch) essen gehen wöllte. Ohne Plan und alles aber wie immer mit dem Gedanken im Hinterkopf gleich was neues essen zu können, das ich noch nie gegessen habe bin ich also mitgegangen. Wir waren in einem kleinen Lokal in dem ein putziger Opi alleine hinter dem Tresen stand und das Essen gemacht hat. Ich musste mein Essen diesmal nicht zahlen, da dies ein Kumpel von Daiki für mich gemacht hat. Ich hatte übrigens Tori-Soba was Ramen in Brühe mit 4 Scheibchen gekochter Hünerbrust, ein bisschen Spinat und geriebenem Rettich war. Es war wirklich lecker und ich habe vergessen ein Bild davon zu machen weil ich einfach von dem putzigen Opa in der Küche abgelenkt war... Beim nächsten mal dann!

Am Dienstag (29. September) habe ich den Kampf mit dem Bad und den Badreinigern erneut angetreten und musste erneut fliehen aus dem Schwimmbad. Der Geruch ist wirklich wiederlich und wenn man danach nicht gut lüftet stinkt wirklich die ganze Wohnung danach. Ich bin dann den Seven-Eleven bei uns in der Nähe suchen gegangen nachdem ich vorgestern im Internet recherchiert habe und festgestellt habe das wir ganz in der Nähe einen haben und ich sogar ungefähr wusste wo er ist, weil ich vorgestern während meiner Erkundungstour daran vorbeigekommen bin. Er ist mir dabei nur nicht aufgefallen da ich in dem Moment als ich daran vorbeigekommen bin sehr froh war das ich die Hauptstraße wiedergefunden hatte (jetzt dürft ihr alle mal lachen - ich habe den Süßwarenladen wiedererkannt an dem ich zuvor vorbei gekommen bin!). Danach war ich in der anderen Einkaufhalle die ich vorgestern gesehen hatte und habe mir ein kleines Fläschchen mit Milchkaffee und eine Packung Umeboshi gekauft.
Zum Mittag gab es dann den ersten Versuch selbst Onigiri zu machen und ich gestehe noch üben zu müssen aber geschmeckt hats trotzdem (wenn ich nach Deutschland zurückkomme bin ich Onigiri-Profi oder so). Dazu gab es den Rest Kinpira vom Sonntag und Aubergine und Frühlingszwiebel mit Miso. Mir hats jedenfalls geschmeckt.


Mein Mittagessen.

Danach habe ich etwas Kanji gelernt und Wäsche gewaschen. Mit unserer japanischen Waschmaschine. Ich muss glaub ich dazu einen Extra-Post machen weil das Ding einfach mal für Nicht-Japaner seltsam erscheint.
Abends gab es dann Hühnchen mit Weißkohl (der japanische ist übrigens viel weicher und nicht so scharf wie unserer und ähnelt eher unserem Spitzkohl) und einer leckeren Sauce, ein Stückchen Shogayaki (Schweinefleisch in Ingwer, Sojasauce und Mirin eingelegt) und Reis. Und damit hier keiner vom Fleisch fällt haben wir uns Andonatsu gekauft (das ist außen ein Teig wie ihn bei uns die Pfannkuchen bzw. Berliner haben und innen eine Füllung aus Anko - aus Azukibohnen hergestelltes süßes Bohnenmuß). Die waren auch sehr lecker!


An-Donatsu in angebissener Form. Schmeckt wirklich gut.

Heute (30. September) gabs zum Mittagessen Chahan (ja... mal wieder XD) und nachher gehen wir mein 3-Monats-Zugticket kaufen das teurer ist als vermutet aber da kann man nix machen und muss durch als Lurch wenn man Frosch werden will. Daiki hat heute Vorstellungsgespräch gegen halb 7 wegen Nebenjob. Ich hoffe ja das es klappt.

Ich denke morgen schreibe ich nur kurz etwas wenn ich lebend zurückgekommen bin von meinem ersten Arbeitstag. Aber irgendwie wird das schon. Daiki hat morgen frei und bringt mich früh nochmal hin damit ich nicht gleich beim ersten Tag verlohren gehe.
Am Freitag werde ich mich nach der Arbeit mit Shu in Shibuya zum Abendessen treffen nach der Arbeit damit ich nicht alleine zuhause rumsitze da Daiki mit einem Kumpel sich eine Show anschauen geht. Ich freu mich schon drauf!

Bis dann!

Montag, 28. September 2009

Tag 4 - 6 oder: Warum ich jetzt ein Alien bin

Am Mittwoch dem 23. September haben Daiki und ich uns dann Mittags nach dem Essen aufgemacht in die Weiten Tokyos um das Haus zu finden, in dem sich die Firma befindet in der ich ab Donnerstag diese Woche arbeiten werde. Es war ja noch Silver Week deshalb ging es in den Bahnen noch aber außerhalb der Bahnen konnte man erstmal einen Schock fürs Leben bekommen wenn man dieses Gewimmel nicht gewöhnt ist. Ich hoffe, ich schaffe es am Donnerstag mich durch diese Massen an Menschen zu wühlen um zu meiner Anschlussbahn zu gelangen ohne dabei zerquetscht oder so zu werden. Sollten wir heute mein 3-Montatsticket kaufen kann ich vielleicht Morgen oder Übermorgen nochmal alleine hinfahren.
Nachdem wir uns in Shibuya erstmal verlaufen hatten obwohl wir einen Plan ausgedruckt hatten haben wir dann doch noch meine Praktikumsstätte gefunden:

In diesem Haus im 2. Stockwerk werde ich ab Donnerstag arbeiten. Sehr einladend sieht das ja von Außen nicht aus aber man soll ja nicht immer Dinge nach dem Äußerem bewerten.

Danach sind wir zurückgeirrt zum Bahnhof, was sich als bedeutend einfacher herauss
tellte, da ich vielleicht 10 min. vom Bahnhof weg arbeiten werde und als Anhaltpunkt dieses Gebäude habe (ich muss in die Straße dahinter dann einbiegen und bin dann da.):

Was denkt ihr was das ist? Wer jetzt gedacht hat "Na das ist doch die Polizeistation von Sibuya!" der hat richtig gedacht. Es ist trotz dieser kleinen niedlichen Maskottchen die auf dem Plakt zu sehen sind die Polizeistation. Leider hat aus diesem Grund ein wenig das Ansehen der japanischen Polizei bei mir gelitten...

Und nun noch 2 Bilder vom Bahnhof bzw. seiner Umgebung in Shibuya:


Das Bild für die Caro - Japaner lieben Disney wie man sieht.


Und hier für alle die Daiki jetzt noch nicht mit kurzen, dunklen Haaren gesehen haben das Bild dazu.


Danach sind wir nach Ikebukuro gefahren um mir ein Handy zu kaufen. Ich glaube ich bin jetzt für den Rest meines Lebens geschädigt durch japanische Elektrogeschäfte. Ich glaube, jeder der in so einem schon mal drin war weiß was ich meine wenn ich sage, das man eine Reizüberflutung bekommt als westlicher Mensch. Es plärrt einen echt von allen Ecken und Enden was anderes voll und Blinkt und es ist eng und voll und ja... ich glaube beim nächsten Mal packe ich mir Oropacks ein oder so damit meine Ohren wenigstene eine minimale Überlebenschance haben.
Ich gestehe nichts bei der Vertragsabwicklung verstanden zu haben bis auf vielleicht minimale 15-20% aber Daiki hat das ja gemacht und somit stand ich nur daneben und habe gelächelt und in die Gegend geschaut. Es hat erstaunlicherweise entgegen der Aussagen der restlichen Studenten aus Halle die gerade hier sind bei mir nur 50 min. gedauert bis mein Handy fertig war und wir es mitnehmen konnten.

Mein Softbank-Handy das mich ein kleines Vermögen gekostet hat und das angeblich golden istobwohl ich es in echt eher für nicht ganz golden halte.

Danach sind wir noch in ein japanisches Kauflhaus gegangen (so ähnlich wie die Goethe Gallerie in Jena oder die Gera Arcaden - Alles kleine Geschäfte nur sehr typisch japanische angeordnet bzw. gequetscht.) da ich mir Sachen ansehen wollte nach dem Schock in dem Elektroladen. Japan ist echt teuer was Klamotten, Essen oder überhaupt alles angeht aber wenigstens der Service ist toll.

Was gabs eigentlich an em Tag Abends schönes zu Essen? Morgens gabs Chahan (gebratener Reis mit Ei) und Abends Mapo-Tofu (Tofu und Hackfleisch in einer scharfen Soße aus Sojasauce, Miso und noch anderem Zeug).


Am Donnerstag dem 24. September habe ich früh zuhause rumgegammelt und bin nur kurz eine Flasche grünen Tee kaufen gegangen. Die Omi an der Kasse hat mich wohl für eine außerirdische Lebensform gehalten und untypisch für Japan kein Wort gesagt. naja... gibt Schlimmeres.
Als Daiki dann von der Uni heimkam sind wir dann direkt nach Matsudo zur Einwohnermeldebehörde gefahren damit ich mich offiziell als Alien registrieren konnte. Die Beamtin die mit dann mein Formular gegeben hat zum ausfüllen hat uns angeschaut und erstmal mit Daiki geredet das seine Frau das hier und hier und hier bitte ausfüllen soll worauf er meinte das wir nicht verheiratet sind und die gute Beamtin uns dann plötzlich verlies. Manchmal denke ich die Leute leben hier hinterm Mond. Ich habe dann alles ausgefüllt und mir wirklich ganz viel Mühe beim schreiben gegeben aber der Beamte der sich dann um uns gekümmert hat konnte meine Schrift trotzdem nicht lesen... Ich habe dann meinen Stempel in meinen Pass bekommen und am 15. Oktober darf ich dann meine Alien Registration Card abholen. Von 8:30Uhr - 17:30Uhr. Nun ein kleines Quiz: ich arbeite von 9:30Uhr bis 18:30Uhr und fahre eine Stunde von Kitgkogane bis Shibuya und laufe dann nochmal 10 min. bis zur Arbeit. Findet den Fehler!... Ich werde frage ob ich später zur Arbeit kommen darf, damit ich meinen Ausweis abholen gehen kann.


Ich bin jetzt offiziell registriert... als Alien.

Dann waren wir noch im Bookoff (einem Laden in dem man gebrauchte Bücher billiger bekommt) und ich habe mir zum Kanji-Lernen ein Buch für die Mittelstufe gekauft.
Danach gings wieder nach Hause. Zum Abendessen gab es Tempura und Somen.

Am Freitag habe ich dann wirklich außer Kanji-Lernen und Wäsche waschen nichts gemacht.
Über Samstag bis Heute (Montag der 28. September) berichte ich dann morgen, da der Eintrag sonst zu lang wird. (Mama: ich habe für dich extra auch die Waschmaschine fotographiert!!)

Aber damit ihr wisst wie ich heute aussehe:


Bis morgen dann!

Dienstag, 22. September 2009

Tag 2 + 3

Falls ihr alle schon nicht mehr wisst wie ich aussehe, hier ein Foto von heute (die Sonne hat geblendet):


Gestern, Dienstag den 21. September 2009, sind Daiki und ich dann zu seiner Mutter nach Ohara (大原) gefahren. Das ist von unserer Wohnung hier sicher so weit entfernt wie von Halle nach Hause für mich (ca. 2 1/2 Stunden). und Es hieß ziemlich oft: umsteigen. Da derzeit hier Silver Week ist (bis Donnerstag sind hier Feiertage) waren die Bahnen gut besetzt (aber auch noch nicht zu voll. Wir haben fast immer einen Sitzplatz bekommen - es ging also wirklich noch). Nach gefühlten 3988378-trilliarden mal umsteigen sind wir dann auch angekommen.

Ohara liegt für alle die es nicht wissen in der Präfektur Chiba und hat laut Wikipedia 20.518 Einwohner. Es ist wirklich ruhig gewesen und auch sehr schön.
Daikis Mutter meinte zur Begrüßung zu mir, dass sie dachte ich sei Größer *_*;; Aber ansonsten fand ich seine Mutter nett. Ich habe mich dann erstmal alleine mit dem japanichen Fernsehen und einer Schüssel voll Nashi-Spalten vergnügen können, da Daiki seine Haare hat schneiden und färben lassen. Japanisches Fernsehen ist wirklich eher wenig anspruchsvoll (nach spätestens 5 min kommt man sich vor, als ob man kein Hirn mehr hätte - jedenfalls ging es mir so.) und noch schlimmer wird es wenn man dieses zeug auch noch versteht. Ich hatte eine Sendung laufen, in der ein bekannter Sänger einer Pop-Band (SMAP) für einen Tag das Leben eines Samurai der Sengoku-Zeit führen sollte. Er hat um 6 angefangen für sein Frühstück zu ackern und bis um 2 gebraucht, bis er essen konnte weil er schon mal ewig zum Holz hacken und noch länger zum Feuermachen gebraucht hat (über eine Stunde um genau zu sein.) Es war zwar lustig, aber als anspruchsvoll kann ich das nicht bezeichnen. Übrigens schmecken japanische Nashi-Birnen anders als die, die man bei uns kaufen kann. Sie sind viel größer (ungefähr so groß wie eine kleine Galia-Melone bei uns) und süßer. Sehr lecker also.
Nachdem Daiki dann fertig war und gfestgestellt hat das seine Haare immernoch braun waren sind wir mit seiner Mutter kurz zu seinen Großeltern gefahren und dann zum Einkaufen. Der Spruch des Tages kam von seinem Opa der meinte "Ich dachte da läuft eine Puppe."... okay... ich find mich eher weniger puppenhaft aber gut. Seine Oma hat sich über das Nugat gefreut, dass ich mitgebracht hatte und ich habe dafür 3 Nashi-Birnen bekommen *^* Meine Vitaminversorgung der nächsten 3 Tage ist gerettet. Einkaufen in japanischen Supermärkten ist sowiso schon eine interessante Erfahrung für jemanden wie mich, der erst hier angekommen ist, aber in einem auf dem Land ist es noch spannender gewesen. Das Fischangebot hat mir fast die Augen herrausfallen lassen (ich wollte es dann nur nicht fotographieren da mich in dem Laden eh schon jeder angestarrt hat). Ich werde versuchen bald mal Fotos in dem Supermarkt bei uns hier zu machen. Danach sind wir wieder zurück und haben etwas gegessen (Frühstück und Mittag sind an dem Tag zusammengefallen auf so um 1 und bestanden aus einem Sandwich mit Erdnuss-irgendwas-Creme-Füllun was zwar geschmeckt hat aber trotzdem eine seltsame Konsistens hatte.) Um kurz nach 4 gab es dann für mich Chikuwa und Auberginen Tempura (je ein Stück)(Chikuwa ist aus Fisch hergestellt und hat eine Röhrenform. War wirklich lecker.)
Abends sind wir dann einen Freund von Daiki besuchen gegangen, der derzeit mit seiner Frau und seinem Kind (gerade mal ein Jahr) zu Besuch bei seiner Mutter und Großmutter war. Es waren noch andere Freunde von besagtem Freund da, welche alle sehr nett waren. Das Kind war wirklich sehr niedlich aber es war sichtlich verstört von meiner Präsens *_*;; Die Mutter von Daikis Kumpel war wirklich sehr nett und die Oma auch. Die Mutter hat für uns alle Essen gemacht und es wurde extra auch Bier gekauft (japanisches, mal neben Bier gestelltes versteht sich). Es gab Chahan, Tofusalat, Nudelsalat, Würstchen mit einer leckeren Tomaten-Knoblauchsauce, gebratene Kartoffeln mit Schinken, Zwiebeln und Parmesan mit Sojasaucen-Aroma, Edamame und noch genug Knabberzeug für alle. Bis auf den Nudelsalat hab ich alles probiert und fur sehr lecker befunden (ich falle also hier nicht vom Fleisch). Die Oma hat mir zum naschen eine gekochte Kastanie gegeben , welche auch sehr lecker war (aber ich war so pappsatt hinterher). Wie gesagt waren alle sehr nett zu mir und ich scheine mich auch nicht alzu dumm anzustellen was das Sprechen angeht, weil ich den Gesprächen eigentlich immer zu 99% folgen konnte. Die Oma hat sich mit mir über Deutschland unterhalten weil sie schon einmal eine Rundreise durch Deutschland mitgemacht hat. Der häufigst gehörte Satz über meine Wenigkeit war allerdings das ich so schöne weiße Haut hätte (auch sonst wird mir hier recht häufig gesagt das ich hübsch wäre - gut fürs Ego also). Als ich darauf erwiedert habe, das man das in Europa eher weniger so sieht, war man eher entsetzt weil man nicht verstehen kann, das man es schön finden kann braun zu sein.
Heute haben wir eigentlich nicht viel gemacht außer dann kurz alle Mitbringsel zu Daikis Freund zu bringen, da er die gestern bei seiner Mutter vergessen hatte. Zum Mittag gab es übrigens sehr leckeren gebatenen Lachs (Mama du würdest weinen wenn ich dir den Preis für die Riesenstücke Lachs nennen würde die man hier kaufen kann), Reis, Misosuppe mit Wakame, Bohnen und Aubergine als Einlage, Salat und ein Spiegelei. Für mich gab es hinterher noch eine Nashi-Birne. Ich habe ein paar Fotos gemacht, als wir zum Haus von Daikis Freund gegangen sind (aber nicht viele).

Das Foto ist für die Mama - ja, hier wachsen so schöne Blumen einfach am Wegrand O-O einfach so!!

Japanische Straßen sind wirklich eng. Das Grüne ist übrigens der Fußgängerweg.


Als wir zurückgekommen sind haben wir Abendbrot gegessen (halb 6 da wir unseren Zug sonst nicht geschafft hätten) Es gab Curry, Reis, Salat, Kimchi, Marinierte Sojabohnensprossen, gebratene Jakobsmuscheln und Hühnchen, Edame, Nashi-Birne (der Rest vom Mittag da ich dieses riesige Ding nicht auf einmal aufessen konnte) und ein Stück Lindt-Schokolade mit Hselnuss drin. Danach habe ich es vermieden hektische Bewegungen zu machen.
Wir sind dann gegen 10 vor 8 heimgefahren nach Matsudo und ich muss zugeben, dass mich der Jetlag immernoch manchmal beutelt. Ich habe mich im Zug sehr japanisch verhalten und erst einmal ein Nickerchen gemacht.

Morgen fahren wir dann nach Tokyo, weil wir einmal meine Praktikumsstätte finden wollen in Shibuya.

Kurioses aus Japan:
Es weiß ja jeder, dass hier Linksverkehr herrscht. Für alle Leute da draußen, die Angst vor vorbeifahrenden Autos in Deutschland haben sei gesagt: kommt nicht nach Japan - hier in den großen Stätten beträgt der Abstand zwischen Auto und Fußgänger vielleicht so 50-60 cm (wenn man Glück hat) aber auf dem Land kann man den Wert nochmal halbieren würde ich sagen. Die Straßen hier sind wirklich eng und die Gehwege sind extrem schmal.
Ich habe gelernt das man aus Fisch alles mögliche machen kann - auch Würstchen und anderes das so gar nicht an Fisch erinnert von der Form her.
Die Deviese sollte teilweise beim Essen sein: Essen was auf den Tisch kommt und hinterher erst fragen, was es war. Bis jetzt hat mir so ziemlich alles geschmeckt aber mal sehen was da alles noch kommt. Übrigens schmeckt fritierte Stechmakrele für mich wie Backfisch bei uns.
Japaner scheinen mit ihrem Handy teilweise schon eine Symbiose eingegangen zu haben. Ich habe heute schon wieder gedacht, dass einigen die Dinger an die Hände angewachsen sind. Aber freundlicherweise ist telefonieren in den Bahnen sehr unhöflich und man stellt sein Handy auch auf lautlos in den Bahnen.

Es gibt hie anscheinend ein Deutsches Dorf, was man besuchen kann (eine Art Vergnügungspark denke ich mal). Soweit so gut aber was die Anpanman-Show dort zu suchen hat verstehe ich nicht. Das hat soviel mit Deutschland zu tun wie Erdnussbutter.

Ab morgen versuche ich endlich mal Fotos von meinem Essen zu machen (ich habs bis jetzt immer vergessen).

Sonntag, 20. September 2009

Hinflug und Tag 1 hier in Japan

Ich habe heute den Papst nachahmen wollen als ich endlich dann wieder echten Boden unter den Füßen hatte nach meinem Flug aber dazu später.

Am 19. September haben mich meine Eltern zum Flughafen nach Frankfurt gebracht (danke nochmal dafür). Die Fahrt an sich verlief auch ohne größere Probleme außer den üblichen Gehirnamputierten auf der Autobahn (ich sage nur: ein Renaut Twingo, vollbesetzt mit 4 Grazien der uns überholt hat - und das wobei wir schon nicht langsam waren. Mir tat das Auto richtig leid.) In der Nacht vorher habe ich nicht wirklich gut schlafen können - teils vor Aufregung und teils weil mich so eine penetrante Mücke davon abgehalten hat zu schlafen. Wir hatten leider Pech in Frankfurt vom Fahren her, da wir die rote Welle erwischt hatten und es ja auch in Frankfurt alle gefühlten 10 Meter eine Ampel gibt. Aber wir haben den Flughafen durch die Hilfe unserer Elise (unser Navi) gefunden. Parkplatz finden ging auch ganz gut find ich.
Im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens zeigte sich dann mal wieder, dass wir alle 3 noch nie geflogen sind aber wir haben alles geschafft. Wer Economy fliegt wird natürlich erst einmal unmissverständlich auf seine Stellung hingewiesen indem man an diesen dämlichen Automaten einchecken soll. Wir haben dann mein Gepäck aufgegeben und dann sind wir noch ein bisschen imFlughafen rumgelaufen weil noch genug Zeit war. Dann wurde es Zeit Tschüss zu sagen zu Mama und Papa für ein halbes Jahr und 13:05 Uhr bin ich dann durch die Passkontrolle um dann erstmal noch eine gefühlte halbe Ewigkeit laufen zu dürfen bis ich dann durch die Sicherheitskontrollen "durfte" wobei ich natürlich mal wieder so viel Glück hatte, dass der dämliche Metalldetektor natürlich bei mir ausschlagen musste. Aber wir hatten den Übeltäter schnell enttarnt: meine Schuhe, in deren Absätzen sich Metallschifte befinden. Ich bin dann genau zur Richtigen Zeit zum Gate gekommen, denn es lief gerade die Durchsage, das wir jetzt an Bord dürften.
Mit 7 Minuten Verspätung sind wir dann losgeflogen wobei ich mal wieder dachte, dass so große, schwere Metallvögel nicht fliegen sollten und können aber es ist alles gut gegangen und dann waren wir auch schon über den Wolken. Ich weiß zwar immernoch nicht, was viele so toll am fliegen ist, aber es geht sicher schlimmer. (Ich bin stolz auf mich, keine von diesen Tüten gebraucht zu haben - wer mich kennt weiß, dass mir vom Autofahren oft schlecht wird.)(Tut mir leid, dass das Bild nicht gedreht ist aber ich bin gerade ein bisschen zu faul dazu.)


Ich wusste nur teilweise vor Dummheit kaum noch was ich anstellen sollte, vor allem als man die Lichter ausgemacht hat, damit alle schlafen könnten - da wars dann ja erstmal aus mit dem Buch lesen X( Die Tussnelda die neben mir saß hat mir auch Spaß bereitet da sie immer geschlafen hat und ich aber einen Fensterplatz hatte und somit auch an ihr vorbei musste. Und wenn man sie dann aufgeweckt hat, hat sie einen erstmal gemeckert...(ich meine, soll ich mich auf die Toilette beamen???) Das Essen war jetzt auch nicht so das ich sagen muss, dass ich das täglich will, aber es war essbar und hat auch einigermaßen gut geschmeckt - wobei mir das Frühstück besser gefallen hat als das "Mittagessen" das es um halb 5 gab. Ich hatte Hühnchen mit Eierspätzle, Pilzsauce und zerkochtem Brokkoli und zerkochter Möhre (wenn die Lufthansa es gleich als Püree anbieten würde wären sie schneller fertig.). Dazu gab es als Vorspeise ein bisschen Meeresfrüchtesalat, ein paar Soba und ein seltsames Milchbrötchen. Als Nachspeise gab es ein kleines Stück Pflaumenkuchen wozu ich nur zu sagen habe, dass der Pflaumenkuchen den mein Papa macht bedeutend besser schmeckt (ja, was so was angeht bin ich nun mal verwöhnt.) Zum Frühstück gab es ein Körnerbrötchen mit einem Stückchen Butter, etwas Exquisa und Himbeermarmelade. Das Hauptfrühstück konnte ich nur zu 2/3 entziffern. Es gab Spinat, Kartoffeln und der undefinierbare Teil könnte Ei mit Zwiebeln und Schinken dargestellt haben. Geschmeckt hats, vielleicht ists auch besser das ich nicht weiß worum es sich dabei handelt. Dazu gab es etwas Obst, dass ich auch trotz meiner gesammelten Obstallergien essen konnte. An sich war das Essen also nicht schlecht - wenn ich richtiges Besteck gehabt hätte, hätte ich den Kampf mit meinem Hühnchen und dem Brötchen auch sicher sofort gewonnen gehabt. Aus Sicherheitsgründen bekommt man aber nur so ein komisches Kinderbesteck mit dem man nicht mal das Brötchen hätte erdolchen können.
Geschlafen hab ich eher nicht im Flugzeug (vielleicht 2 Stunden von meinen 10Stunden und 30 Minuten Flugzeit) aber ich habe mir 2 der Filme die gezeigt wurden angeschaut und bin jetzt der Meinung, dass man die Finger davon hätte lassen sollen aus Dragon Ball einen Spielfilm zu machen.
Trotz das ich dachte das mein Hintern wohl nie mehr aufwacht und ich irgendwann schon fast anfangen wollte die Sekunden zu zählen bis ich wieder festern Boden unter den Füßen hatte bin ich dann 7:53 japanischer Zeit gelandet. In dem Moment wollte ich es dem Papst gleichtun und den Boden küssen, aber ich dache dann an die vielen Keime die sich da drauf befinden und habs gelassen. Typisch Japan ist am Flughafen Narita alles gut ausgeschildert gewesen und ein Beamter prüfte bevor man an den Schalter wegen der Einreisesprozesse ging, ob man alles fein ausgefüllt hatte. Auch als ich total dämlich in der Gegend rumstand mit meinem Gepäck und den Ausgang nicht fand (besonders schwer zu übersehen bei dem riesigen EXIT-Schild aber naja, mein Hirn war einfach mal Matsch) kam gleich jemand der mir gesagt hat wo ich hinmuss und nochmal gefragt hat ob ich meinen Zollzettel auch ausgefüllt hätte.
Daiki fand mich dann auch gleich als ich aus dem Ankunftsbereich kam und wir sind dann nach Matsudo gefahren. Japanische Bahnen sind interessant mit ihrer vielen Werbung und so aber noch interessanter fand ich die Tickets die man bei Antritt der Fahrt und beim Ende in eine Schranke gibt.
Ansonsten ist heute hier wirklich schönes Wetter gewesen (auch wenn ich teilweise halb zerflossen bin). Ich hab nur leider nicht viel davon mitbekommen, da ich erstmal Mittagsschläfchen gemacht hab als ich hier angekommen bin und meine Mail an zu Hause geschickt hatte. Danach gings unter die Dusche da wohl jedes Stinktier schon hätte neidisch werden können.
Dann hab ich noch über Skype meine Oma angerufen und mit meinen Eltern geskyped und dann mein Zeug alles Ausgepackt und eingeräumt.
Zum Abendessen gab es Spinat, Reis, fritierten Fisch und Sashimi, wobei mich jetzt all für seltsam halten können weil mir der Tintenfisch wirklich gut geschmeckt hat (Leider hab ich vergessen ein Foto zu machen - ich werde es nachholen.)

Ab morgen gehts erstmal 2 oder 3 Tage aufs Land zu Daikis Mutter. Vielleicht kann ich dann meinen Pony schneiden lassen damit ich endlich wieder was sehe. Ich melde mich dann wieder wenn ich wieder da bin. Jetzt gehts erstmal ins Bettchen weil ich müde bin.

Samstag, 19. September 2009

Überlebenszeichen

Ich lebe noch und bin gut angekommen hier (auch wenn ich immernoch der Meinung bin, dass so große Blechkisten nicht fliegen sollten...) Daiki hab ich auch gefunden und das Flugzeugessen überlebt.

Ich schreibe vielleicht nachher noch einen ausführlicheren Bericht aber erstmal muss ich meinen Koffer erleichtern.

Dienstag, 15. September 2009

6 Monate Japan


Am Samstag geht es dann auch bei mir los. 6 Monate Japan mit 3 Monaten Praktikum in denen ich dann auch hautnah erleben werde, was es heißt, in Japan zu arbeiten.

Ich bin seit Samstag bei meinen Eltern und lasse das deutsche Wetter noch über mich ergehen hier (nass, kalt, grau... Deutschland, du zeigst dich mir wettermäßig mal wieder nicht von deiner Schokoladenseite)

In Japan werde ich dann wie ihr alle wisst mit Daiki zusammenwohnen. Das heißt für mich: Ich werde den japanischen Alltag sehr nah erleben können. Wir wohnen in Matsudo (松戸), eine Stadt in der Präfektur in Chiba. Ich habe mich mal bei Wikipedia schlau gemacht über diese Stadt:
Die Stadt liegt am westlichen Rand der Präfektur Chiba (also das, was auf der Karte da ganz links grün markiert ist) und hatte im März 2007 480 945 Einwohner. Gegründet wurde die Stadt 1943, vorher war sie in der Edo-Zeit ein bedeutender Flusshafen.

Ich werde meinen Praktikumsplatz in Shibuya haben, weshalb ich jeden Tag von meiner Bahnstation in Matsudo bis Shibuya tingeln werde (Dauer: ca. 1 Stunde~ Normalität in Japan) Ich hoffe, die Zugfarten zu überleben und nicht als plattgedrückte Flunder wiederkommen zu müssen.

Bis Samstag muss ich nochmal ein bisschen Koffer umpacken und ein paar organisatorische Sachen abklären aber dann geht es los und ich muss gestehen Angst zu haben, dass irgendwas bei dem Flug passiert (was ich nich hoffe).

Der nächste Eintrag wird dann schon in Japan in unserer Wohnung sein, denn wir haben dort schon Internet und ich kann mich dann also von dort aus melden.