Samstag, 31. Oktober 2009

Ich habe das Donut-Paradies auf Erden gefunden!

Diese Woche war mal wieder mehr los bei mir. Ich bin zwar fast jeden Tag erst gegen 8 oder noch später heimgekommen aber immerhin haben wir alls auf Arbeit geschafft.

Am Montag (26. Oktober) bin ich normal auf Arbeit gegangen und habe so getan was ich eben normalerweise tun muss wenn ich keinen speziellen Auftrag zu erledigen habe. Nachmittags habe ich dann von meiner Cheffin einen speziellen Auftrag bekommen und bin dann um 4 heimgegangen. An dem Tag hat es geregnet und ich hatte meine guten braunen Stiefel an und habe dann 2 Dinge feststellen können: 1. Ich hab sie ja schon über ein Jahr und wer mich kennt, weiß das ich im Herbst/Winter meist nur Stiefel trag. Dementsprechend löst sich derzeit die Beschichtung von den Dingern. 2. sie sind undicht und ich hatte 1a nasse Füße an dem Tag. Dazu war es noch recht kühl (ich meine 18 Grad sind hier derzeit noch kühl! Meist haben wir so um die 20 Grad derzeit)... Naja, ich habe es überstanden aber ich werde mich wohl nach neuen Stiefeln umsehen müssen (ob ich will oder nicht).

Da die Luftfeuchtigkeit hier so hoch ist wenn es regnet das ich dann gleich aussehe wie ein Schaf habe ich diese alternative Frisur entwickelt für solche Tage! Hinten ist es ein Zopf.

Abends gab es dann eine Premiere für mich: ich habe zum ersten Mal Kürbis gekocht. Es gab gekochten Kürbis mit Hackfleisch, dazu Reis und Misosuppe. In Japan ist Kürbis im Herbst echt billig - 29yen pro 100g (21cent nach dem derzeitigen Stand). Man kann einfach viertelste Kürbisse kaufen oder schon fertig kleingeschnittene. Praktisch! Wir hatten einen viertelsten den ich dann erstmal fast mit Gewalt zerlegen mussten. Aber geschmeckt hat er! Demnächst will ich mal Kürbissuppe hier kochen oder etwas anderes mit Kürbis.

An dieser Stelle danke ich Kikkoman für das Photo und das Rezept! Sehr einfach, schnell zu machen und lecker!

Am Dienstag (27. Oktober) habe ich dann den Rest von den Projekt erledigt für die Cheffin und danach mich dem nächsten zuwenden können. Bei dem war nämlich Abgabefrist der Freitag und bis jetzt hatte keiner richtig Zeit in der Firma das zu machen da wir derzeit recht viele Aufträge und Kunden haben. So sah mein Bento an dem Tag aus:

Reis, Umeboshi , Rest Kürbis vom Abendessen - hat auch kalt noch gut geschmeckt-, blancierter Brokkoli mit Sojasauce (das ist das in dem kleinen Fläschchen) und eine Mandarine.

Derzeit gibt es hier schon Mandarienen und man kann sie auch einzeln kaufen, was mich besonders freut. Nächste Woche werde ich mir aber wohl einen Beutel voll kaufen da sie jetzt gut aussehen und schon schmecken. Ich bin an dem Tag halb 4 gegangen und war dann noch ein bisschen bummeln in Shibuya und habe mir eine Leggins, eine schwarze Strickjacke (oder Cardigan - je nachdem wie man das Kind nennen will) und eine Mütze gekauft. Letzteres um meinen Kopf vor den bösartigen Klimaanlagen in den Bahnen zu schützen. Daiki hatte ein Vorstellungsgespräch und ich bin dann einkaufen gegangen und habe Abendessen gemacht bis er kam. Es gab gebratenen Tofu mit Enoki (eine Pilzsorte), Kohl, Möhren und ein bisschen Frühlingszwiebel in einer Sauce. (eigentlich hatte ich ein Rezept von Kikkoman in das Bohnen reingehört hätten aber ich habe keine bekommen deshalb eine abgewandelte Variante).

Am Mittwoch (28.Oktober) begann der Tag recht seltsam auf Arbeit. Ich bin wie jeden Tag 9:45Uhr dort angekommen und stand erstmal vor verschlossener Tür (ich muss dazu sagen das ich bis dahin keinen Schlüssel hatte).

So sah ich übrigens aus. Mit neuer Mütze und Strickjacke. Ab Dienstag war es nämlich wieder wärmer hier.

Ayaka kam dann auch und wir haben zusammen 20 Minuten gewartet und dann Charles angerufen der dann erstmal erstaunt war das keiner da war. Er hatte gedacht Natalie wäre an dem Tag ab Morgens da aber dem war nicht so. Wir sollten dann erstmal in ein Cafe gehen und uns auf Kosten der Firma einen Kaffee oder Tee bestellen und warten, da er bei einem Kunden war. Wir sind also in ein Cafe gegangen um dann in dem Moment in dem wir uns gesetzt hatten und unsere Getränke hatten einen Anruf von ihm zu bekommen das wir doch nach Roppongi Hills kommen sollen bis 11:30Uhr da er nicht weg kann und wir den Schlüssel abholen sollen. Wir haben also unsere Getränke in Eile getrunken und sind dann zum Bahnhof gestürmt. Ich musste erstmal 1000yen auf meine Suica-Card aufladen da ich nur noch 40yen drauf hatte (ich hab ja ein 3 Monatsticket aber davon kann ich nicht irgendwo anders hinfahren außer auf der Strecke die ich immer fahre. Also musste ich Geld aufladen). 1000 Yen sind übrigens der niedrigste Betrag den man aufladen kann. Wir sind dann also nach Roppingi Hills gefahren, was eine ziemlich teure Gegend ist in der auch viele reiche Ausländer sich rumtreiben. Wir mussten dann noch 5 Minuten auf Charles warten und ich habe in der Zeit einfach mal Tourist gespielt und Fotos gemacht wo wir gewartet haben.


Die Metallspinne ist irgendwie gruselig find ich...

Die Gegend um den Bahnhof.


Im Hintergrund sieht man den Tokyo Tower. Das war das erste Mal, dass ich ihn gesehen habe seit ich hier bin.


Ich und die Riesenspinne.

Das ist übrigens Ayaka die mit mir zusammen arbeitet. Sie hat 8 Jahre in den USA gelebt.



Da ist er nochmal - der Tokyo Tower.
Nachdem wir den Schlüssel bekommen haben und mir gesagt wurde das ich ab nun Natalies Schlüssel bekommen soll sind wir mit dem Buss wieder nach Shibuya zurückgefahren da es billiger war als mit der Bahn.
Auf dem Weg zum Buss haben wir das gesehen vor einem Cafe oder so etwas Ähnlichem:

Die Kuh war so niedlich! Ich wollte sie mitnehmen aber leider wäre sie etwas schlecht zu transportieren gewesen.

Nachdem wir wieder im Büro waren haben wir dann fleißig bis um 7 gearbeitet. Ich bin dann heim gekommen und Daiki und ich sind kurz einkaufen gegangen. Es gab dann gebratenes, mariniertes Schweinefleisch mit Kohl und grünem Paprika. Das beste daran: ich habe nichts machen müssen, da Daiki gekocht hat! Hat er übrigens gut gemacht da es wirklich gut geschmeckt hat.


Am Donnerstag (29. Oktober) ging der Horror auf Arbeit weiter, da die Abgabefrist des Projekts schon gefährlich nahe war. Wir mussten Vormittags noch Nachvorschungen in den Geschäften anstellen, weshalb ich mir kein Mittagessen mitgenommen hatte. Ich habe mir dann im Conbini eine Nudelsuppe mit Hühnchen, Gemüse und Shrips und Gelee mit Grapefruit-Geschmack gekauft. Die Suppe war wirklich gut und man war danach satt. Das Gelee war auch gut und ich muss sagen, dass Grapefruit derzeit mein Favorit ist. Kaffee war auch gut aber Grapefruit hatte diesen fruchtigen Geschmack. Wir waren dann nochmal kurz im Konbini um uns mit Getränken und Nervennahrung einzudecken. Ich kaufe derzeit meist entweder den heißen schwarzen Kaffe (man hat hier die Wahl zwischen schwarzem Kaffe oder welchem mit Milch und Zucker. Da ich keinen süßen Kaffee mag nehme ich den schwarzen...) oder warmen Zitronentee. Am Donnerstag habe ich mir eine Flasche warmen Genmaicha (grüner Tee mit geröstetem Reis) gekauft der wirklich gut war. Dazu habe ich die Woche diese tollen Süßigkeiten entdeckt und für gut befunden:

3 verschiedene kleine Süßigkeiten. Außen ein Teig und inne Bohnenpaste. Ich mochte die letzte Sorte am liebsten.

Bei dem vielen Süßkram den ich derzeit in mich stopfe auf Arbeit kann ich gar nicht vom Fleisch fallen!
Abends haben wir dann Gyoza gegessen da es schon spät war und wir nicht nochmal einkaufen gehen wollten. Wir hatten noch eine Packung gefrostete Gyoza da also war es nur noch braten.

Am Freitag (30. Oktober) konnte ich ausschlafen, da ich erst 15:30 Uhr im Büro sein sollte da vorher ein Workshop dort stattfand. Ich habe aber um 9 einen Anruf bekommen das ich für einen Kunden etwas kaufen sollte und eine Liste per Mail zugeschickt bekommen würde. Wir sind dann aufgestanden, haben gegessen und sind dann einkaufen gegangen (ich mit meiner Liste und Daiki kam mit damit wir fürs Abendessen schon alles kaufen konnten.)

Ich habe leider nicht alles bekommen was ich kaufen sollte und musste einiges dann in Shibuya noch kaufen gehen. Aber am Freitag war es wirklich warm hier - 24Grad! Ich bin mit kurzen Hosen, Tshirt und einer Strickjacke rumgerannt! Und das Ende Oktober!
In der Bahn habe ich übrigens die niedlichste Werbung der Welt gesehen:

Es ist eine Werbung von Suica und einem Mineralwasserhersteller. Das Maskottchn von Suica ist dieser niedliche Pinguin!

Nachdem ich im Büro angekommen war, habe ich mein Zeug abgestellt und bin dann erstmal den Rest für den Kunden kaufen gegangen - die Sucherei hat mich 2 Stunden gekostet aber ich habe alles bekommen. Zwischendrin wurde ich von einem russischen Geschäftsmann am hellichten Tag in Shibuya angemacht von wegen ich solle doch mit ihm kommen! Also das fand ich schon gruselig...aber keine Sorge - ich passe immer gut auf mich auf. Danach war ich wieder im Büro und habe von unserer Cheffin 2 Brownies mit Erdnüssen drin bekommen zum essen die sehr lecker waren! Wir haben dann bis 19:30 Uhr gearbeitet und ich habe den Rest des Essens vom Workshop mit heimbekommen (Couscous mit Pilzen, gebratenem Tofu, ein bisschen Rukola und getrockneten Tomaten). Zu Hause war ich 5 vor 9... Daiki hatte schon alles fürs Abendessen vorbereitet, so das ich einfach nur noch alles in die Pfanne schmeißen musste da es Mabo-Dofu gab und Daiki die Zubereitung nicht kennt. Dauert aber nicht lange und wir konnten dann gleich essen.

Am Samstag (31. Oktober ) haben wir nicht viel gemacht. Zum Mittag gab es den Couscous und danach habe ich ein bisschen Zeitung gelesen für die Arbeit. Nachmittags sind wir dann in das Paradies auf Erden für mich gegangen: Mister Donuts! (wir haben so einen Laden gleich beim Bahnhof und ich wa da bis jetzt noch nie drin) Diese Auswahl! Und alles nicht mal so teuer (der Donut den ich hatte hat 115yen also 85cent gekostet!) Ich hatte Kaffee und einen Schokoladendonut mit Cocos außenrum, Daiki Kaffee und einen Donut mit lustiger Form der aber auch sehr gut geschmeckt hat (ich durfte kosten). Kaffee kann man übrigens so viel wie man will nachbekommen. Ich glaube da muss ich öfters hin! Wir haben jetzt auch eine Punktekarte die genutzt werden will. Die haben schon ab um 7 auf also wenn ich morgens mal etwas Zeit habe kann ich mir da etwas holen und mitnehmen auf Arbeit oder so... Wir hatten uns übrigens jeder ein Buch mitgebracht und saßen fast 2 Stunden dort.

Mein Schoko-Cocos Donut. Das beste: er triefte nicht vor Fett wie es die meisten Donuts in Deutschland leider tun.

Daikis Donut hatte eine lustige Form finde ich.

Danach waren wir fürs Abendessen einkaufen denn es gab heute Sashimi (roher, geschnittener Fisch) Es gab Rossmakrelen Sashimi mit Rettich und Shiso mit einer Sauce aus Miso, Essig, Ingwer und Soyasauce. Daiki war so nett und hat die kleinen niedlichen Rossmakrelen ausgenommen, entgrätet und geschnitten.


Ich find sie irgendwie niedlich.... so klein und knubbelig. Die werden hier frisch verkauft für 98yen pro Stück.

Unter dem Rettisch verborgen findet sich das Sashimi.

Dazu gab es den Rest Brokkoli, Misosuppe und Reis. Ich denke, wir werden dieses Rezept wieder verwenden da es nicht schwer war und wirklich gut geschmeckt hat! Das schlimmste war die Fische vorbereiten.

Morgen bzw. heute (es ist schon halb 1) gehen wir zum Universitätsfest von Daikis Uni und ich bin schon gespannt und werde darüber berichten!

Samstag, 24. Oktober 2009

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Bald bin ich sicher ein Murmeltier den was ich derzeit für einen Schlafbedarf habe ist schon nicht mehr normal. Ich denke aber das es am Wetter liegt das ich jeden Tag so müde bin und mehr als fertig heim komme.

Nun zu dem was ich bis heute vom letzten Samstag an gemacht habe.
Am Sonntag(18.Oktober) bin ich Mittags dann nach Harajuku gefahren und habe mich mit Mariko getroffen. Igendwie hatten das außer uns aber noch gefühlte 300000 andere Menschen vor und wir kamen uns in der Takeshita-doori (eine Straße mit ganz vielen Klamottenläden) ziemlich eingequetscht vor. Aber all das wurde noch übertroffen von dem was uns im Forever21 erwarten sollte: Verhältnisse wie in der Rushhour in den Bahnen in einem Klamottenladen! Ich gestehe Angst um mein Leben gehabt zu haben und wollte nur noch da raus. Mariko aber auch und so sind wir dann irgendwie wieder raus.

Die wunderbar überfüllte Takeshita-doori.

Danach wollten wir uns hinsetzen und etwas trinken oder etwas süßes essen aber es war so voll. Die Crepes sahen ja auch gut aus nur das Problem an denen war das wir uns zum essen hinsetzen wollten. Also haben wir uns schließlich für Lotteria (so was Ähnliches wie McDonalds bei uns) entschieden. Mariko hatte einen Muffin und etwas zu trinken und ich habe mich schließlich für den "Zeitaku Maccha Shake" entschieden. Die Muffins sahen ja auch sehr gut aus aber ich kann noch nichts wiederstehen was Maccha, Azuki-Bohnen und Mocchi enthält ;__; (plus ein bisschen Sahne)
Es sah nicht nur gut aus und roch gut sondern es schmeckte auch sehr gut!

Ich denke mal falls ich mal wieder Zeit habe und bei Lotteria vorbeischaue gibt es das wieder mal. (Man war wirklich gut satt danach und ich meine.. ab und zu kann ich mal 350yen für so etwas ausgeben. Ab und zu...)
Danach sind wir nochmal in die Läden da wir uns zuerst alles angeschaut und ein Bild gemacht haben wo es etwas gibt was wir wollen und wo es am billigsten ist. Ich habe mir dann ein paar Pumps für 1000Yen (7,2Euro! Schlagt das mal!) und eine Hose die aussieht wie ein Rock für 1995 Yen (14,45Euro) gekauft. Eigentlich wollte ich ja eine neue Strickjacke aber entweder haben sie mir nicht gefallen oder waren mir zu dünn (oder zu teuer). Ich werde also weiterschauen müssen.

Mit Mariko - auf dem anderen Bild schaue ich einfach noch gruseliger deshalb dieses.

Gegen 6 sind wir dann wieder zurück zum Bahnhof und ich habe von Mariko Äpfel bekommen! Leckere, rote Äpfel die ich fast alle schon gegessen habe und Daiki immer ein wenig davon unterjuble damit der mal Obst ist.
Abends gab es dann gebratene Lachstücke mit Shishito, etwas Rettich, Misosuppe und Reis.

Ich muss gestehen von der Woche irgendwie nicht mehr viele Erinnerungen zu haben. Meistens ist auch nicht viel passiert muss ich gestehen.
So auch am Montag (19. Oktober) an dem ich brav zur Arbeit bin und nichts weiter gemacht habe außer Zeitung gelesen und was eben so angefallen ist. Nachmittags bin ich dann gegen 4 heimgefahren und habe eigentlich nichts mehr so richtig gemacht (oder ich kann mich nicht mehr dran erinnern...)
Abends gab es dann gebratenes Rindfleisch mit Pilzen, Sojasprossen und Knoblauch in einer Sauce aus Sojasauce, Austernsauce und Sake. Wir betieteln es an dieser Stelle mal als das Gericht ohne Namen da es irgendwie keinen hat. Geschmeckt hats trotzdem!

Am Dienstag (20.Oktober) ist auch nicht viel mehr passiert ehrlich gesagt. Abends war ich kurz in Kameari in einem Einkaufszentrum da ich mir einen dünnen Pullover kaufen wollte. Ich habe dabei in einem Laden eine hübsche Bluse und ein passendes Kleid dazu gefunden aber nachdem ich den Preis gesehen hatte isses mir wieder vergangen (die Bluse mal eben4700yen und das Kleid 5700yen...haben Japaner Geldbäume oder so was um sich das leistern zu können??) Ich habe mir dann bei Axes Femme einen hübschen Pullover in Beige gekauft für 1995yen (14,45Euro find ich ist ein guter Preis) Die haben dort wenigstens noch halbwegs menschliche Sachen mit menschlichen Preisen.
Bild aus Onlineshop von axes famme da ich noch keins selbst gemacht habe.

Ich habe mich danach gleich in unsere Kaufhalle begeben als ich in Kitakogane angekommen bin, da Daiki meinte das sein Seminar länger dauert und er wohl erst gegen halb 8 oder so heimkommen würde. Ich kann jetzt sagen das Freitags oder Samstags einkaufen in Deutschland richtig entspannend ist gegen den Krieg den ich da mitgemacht habe. Dienstag ist bei uns der Tag an dem es viele Angebote für 99yen gibt und somit stürmen wohl alle Bewohner der Gegend in die Kaufhalle um sich mit allem was sie brauchen oder auch nicht einzudecken nur weil es dann billig ist. Ich habe einen Brokkoli ergattern können und Eier für einen billigeren Preis als sonst aber ansonsten habe ich nur das gekauft was wir gebraucht haben (okay, die Eier haben wir auch gebraucht). Daiki war als ich von der Schlacht dann heimgekommen bin schon da und wir haben dann Tori Karaage gemacht weil noch alles dazu da war (und es einfach zu gut schmeckt!).

Am Mittwoch (21. Oktober) habe ich bis um 6 gearbeitet.

Mittags bin ich mit Natalie und Freunden von ihr von der Uni (2 Japanerinnen) essen gegangen. Zu meinem Leidwesen gab es wieder in dem selben Lokal wo wir schon mal waren Spagetti. Ich habe mich dann gegen das eine was ich eigentlich essen wollte (Spagetti mit Lachs) entschieden da dort mal wieder Majonese reingepanscht wurde. Japaner lieben Majonese aber warum muss man es entweder an alle möglichen Gemüsegerichte für Bento reinmachen oder zu Fisch oder auf die Pizza oder oder... ich kanns nich so richtig verstehen. In einem Sandwich mit Salat und so ja aber doch nicht zu allen Gemüsesachen (Brokkoli mit Majo... ich will weinen wenn ich das schon les). Ich habe dann wieder meine extrem-japanische Spagettivatiante mit Shiso-Blättern, Furikake, Algen und Umeboshi gegessen. Geschmeckt hats und damit gut.
Abends gab es dann nachdem wir uns nicht so richtig entscheiden konnten was wir essen wollen Shogayaki mit Kohl, etwas Brokkoli (für mich mit Wasabi und Sojasauce), Reis und Misosuppe mit Wakame (Algen) und Tofu drin.

Am Donnerstag (22. Oktober) gab es zum Frühstück Krokke (Die japanische Version der Krokette), Reis und Misosuppe aber da ich so in Eile war musste ich alles schnell in mich reinstopfen und bin dann zur Bahn gerannt um dort erstmal ein flaues Gefühl im Magen zu haben. Ich kann einfach nicht so schnell essen. Wir haben jetzt ausgemacht das Daiki an den Tagen an denen ich frühs Haare waschen muss Frühstück macht weil es sonst mit der Zeit so knapp wird. Auf Arbeit angekommen wurde mir gesagt, dass ich doch bitte an dem Tag nach Ginza und Omotesando fahren soll und dort ein bisschen Feldforschung für ein kommendes Projekt betreiben soll da an dem Tag in Büro ein Workshop stattfinden sollte. Gesagt getan. Ich bin also nach Ginza gefahren (das Luxusviertel Japans schlechthin) und habe mich umgeschaut.


Bahnstation Ginza.

Die Promenade.

Und nochmal die Promenade.

Ich weiß jetzt das chinesische Touristen wohl mehr Geld einbringen als alle anderen dort. Und das Japaner immernoch extrem viel Geld für Delikatessen ausgeben! Baumkuchen für 3500yen die Scheibe ist nicht normal meiner Meinung nach (so gut kann das Zeug gar nicht schmecken). Ich habe auch Roggenbrot gesehen aber nachdem ich den Preis gesehen hatte wollte ich es nicht mehr. Für 4 kleine Scheibchen 350yen ist doch ein bisschen viel des Guten find ich. Ich habe mein Bento (mein mitgebrachtes Mittagessen) ja leider nicht essen können dort in Ginza und habe mich stattdessen eine halbe Stunde in das Le Cafe Doutor Ginza gesetzt weil man dort die große Kreuzung da so schön überblicken kann und ich meinen Füßen eine kleine Pause gönnen wollte. Das Le Cafe Doutor Ginza ist übrigens die Luxus-Schiki-Miki-Ausgabe eines Normalen Doutor-Ladens (Doutor ist so was wie Coffee Culture oder Starbucks in Deutschland). Die Preise sind dementsprechend auch heftig gewesen. Ich habe für einen Kaffee mal eben 380yen hingeblättert obwohl in einem normalen Doutor ein mittlerer Kaffee nur 250yen kostet. Geschmeckt hat er und ich hab kostenlos Wasser dazu bekommen und hatte eine schönen Ausblick also ist es okay.


Ausblick aus dem Le Cafe Doutor.

Und nochmal der Ausblick - diesmal mit den Menschenmassen in Bewegung.

Kurz vor 2 bin ich dann nach Omotesando (eine Straße voller Luxusläden - vergleichbar mit dem Kudamm in Berlin würd ich sagen) gefahren und habe mich dort umgeschaut.

Die Omotesando. Schön grün, oder?


Das ist doch schon ein halber Palast, oder?

Um halb 4 habe ich aber schluss gemacht da ich Donnerstags nur bis um 3 arbeite und bin heimgefahren. Dort angekommen habe ich erstmal mein Bento gegessen da ich ja außer Kaffee nichts zum Mittag hatte. Ich hatte dabei: etwas geschnittenen Kohl, ein bisschen Shogayaki, Umeboshi, ein bisschen gesalzene Wakame und Brokkoli (dazu Reis).
Abends gab es dann etwas ganz tolles zum Essen bei uns: Filet Katsu! Das ist Lende paniert und fritiert. Wir haben ein Päckchen schon geschnittene Lendenstücke (8 Stück) relativ billig erstehen können und dann das gemacht. Dazu gab es Misosuppe, Reis und Yasaiitame (gebratenes Gemüse). Ihr seht also, ich falle hier sicher nicht vom Fleisch.


Nachdem ich den ganzen Tag rumgelaufen bin habe ich mir so ein Festessen wirklich verdiehnt gehabt, oder?

Freitags (23. Oktober) gab es zum Frühstück Reis, Misosuppe und Tofu. Danach bin ich auf Arbeit und habe getan was eben so getan werden musste. Mittags bin ich diesmal nicht mit Natalie wie immer Freitags essen gegangen weil sie zur Einwanderungsbehörde wollte. Ich habe also mein mitgebrachtes Bento gegessen in dem diesmal drin war: Reis, Brokkoli, Sojasprossen, 2 Umeboshi und etwas Grapefruit. Ich habe mir danach noch mit Ayaka (unsere Teilzeitkraft. Sie ist wirklich nett) einen Kaffee im Conbini gekauft da ich noch Gutscheine habe mit denen ich 30 yen sparen kann. Und um mir ja am Nachmittag genügend Zucker zuzuführen habe ich meine letzte Tüte Katjes Fruchtgummi mitgenommen gehabt und sie auf einmal fast aufgegessen. Am Freitag habe ich übrigens auch mein erstes Erdbeben hier miterlebt. Es war zwar nur ein ganz kleines und schnell wieder vorbei aber es hat mich trotzdem irritiert das plötzlich alles kurz ein bisschen schaukelte. Ich habe dann erstmal ein bisschen geputzt als ich zu Hause war und auf Daiki gewartet da der mit Freunden beim Karaoke war.
Abends gab es dann Gyoza die Daiki mitgebracht hatte und dazu Reis und Misosuppe.

Gestern (24. Oktober) haben wir nicht viel gemacht. Frühstück war bei mir Reis mit Umeboshi-Furikake und Misosuppe und für Daiki Reis mit rohem Ei und Misosuppe. Ich habe für Daiki einen kleinen Deutsch-Test zusammengestellt und sonst eigentlich wirklich nicht viel gemacht. Wir sind Nachmittags dann einkaufen gegangen und haben neuen Reis gekauft da der den wir vorher gekauft haben (5 kilo) schon wieder alle war. Diesmal haben wir 10 kilo gekauft, mal sehen wie lange das hält (ich bin nicht diejenige die so viel davon isst aber meine Heuschrecke hier isst viel und nimmt so gar nicht zu!) Ich habe mir dazu ein Dorayaki (2 so kleine Pfannkuchenähnliche Dinger mit einer Füllung aus süßem Bohnenmuß) gekauft da es im Angebot war.

Dorayaki - außen gut innen besser

Abends gab es dann etwas sehr leckeres zu essen: Fritierte und dann in einer sauce gekochte Tarokartoffeln mit Hähnchen auf Mizuna. Dazu Reis und Misosuppe.

Die Satoimo (Taro-Kartoffeln) haben sich zwar schlecht schälen lassen aber geschmeckt haben sie umso besser!

Nach dem Abendessen hat sich dann mein Unterleib leider dazu entschlossen sich von mir zu trennen und wir sind deshalb früh ins Bett.

Heute (25. Oktober) konnten wir aus diesem Grund auch nichts machen da ich mir vorkomme als ob mir jemand den Saft abgezapft hätte. Naja, Pech... Ich hoff nur morgen gehts mir wieder besser. Zum Frühstück gab es deshalb auch Schonkost in Form von Okayu (stellt euch Milchreis mit Wasser statt mit Milch vor und dann ohne alles.) und Lachs. Für mich gab es dann noch eine Umeboshi.

So sieht Okayu aus.

Abends wollten eigentlich 2 Bekannte von Daiki vorbeikommen (beides weiblich) da sie gefragt hatten ob ich mit ihnen nicht mal kochen könnte. Leider mussten wir es nun wegen mir verschieben was mir wirklich leid tut. Ich hoffe aber man ist mir nicht böse da ich mir heute wirklich wie eine wandelnde Leiche vorkomme. Wir sind dann vorhin nur kurz einkaufen gegangen und haben dann Abendessen gemacht. Heute gab es Kinokogohan (Reis mit Pilzen drin - wir hatten noch ein bisschen Schweinefleisch mit drin) und Misosuppe und ich muss sagen, das Zeug schmeckt wirklich sehr gut!

Dieser Reis war so lecker! Wir werden demnächst noch den mit Hähnchen, Möhre und Lotuswurzel ausprobieren der noch in meinem Kochheft mit drin ist. Der hier ging einfach ud hat gut geschmeckt, was will man also mehr?

Wir haben auch Kakao gekauft heute und ich werde mir jetzt einen Apfel aufschneiden und Kakao machen (es ist heute kalt, naja, gestern wars auch schon kalt und ich habe das dringende Bedürfnis Kakao zu trinken um mich aufzuwärmen).
Mein Bento für morgen habe ich auch schon so gut wie fertig da ich einfach den Rest vom Kinokogohan und etwas Apfel mitnehmen werde.

Bis nächstes Mal dann!

Samstag, 17. Oktober 2009

Tradition und Moderne auf engstem Raum

Nach einer stressigen Woche auf Arbeit melde ich mich heute zurück mit Neuigkeiten über Japan, arbeiten in Japan und Essen! Ich habe viele Fotos gemacht damit ihr alle seht, was ich gesehen habe.

Am Sonntag (11. Oktober) haben wir dank mir wieder nichts machen können aber es ging mir schon viel besser als die Tage zuvor (dank genügend Vitamin C und anderen Grippemitteln). Wir waren für mich dann Nachmittags Puder kaufen, da meins sich dem Ende zuneigt. Als erstes haben mich hier die Preise leicht bis mittelschwer geschockt für einfaches Puder und zweitens der Umstand, das man hier mit ca. 60% leicht gelblichen und 30% leicht rosefarbenen Pudertönen konfrontiert wird. Aber ich habe eins bekommen mit einem menschlichem Preis (575yen für Dose und 20g Puder) da an dem Tag eine Aktion war wo es das was ich gekauft hab um 300 yen billiger gab. Es ist zwar nicht das was ich eigentlich wollte (das was ich eigentlich wollte hätte 1700yen gekostet...und wäre von einer Tochterfirma von Shiseido gewesen aber man kann nicht alles haben) aber es ist von Chifure welche auch sehr gutes Make up machen. Ich werde mir aber bald diesen Lipgloss von Majolica Majorca kaufen, da er Honig drin hat, was gut ist im Herbst und Winter für meine Lippen da die dann vielleicht nich immer gleich aufplatzen.
Abends haben wir uns dann entschieden Frühlingsrollen zu machen *_* Also haben wir uns einen Fritiertopf gekauft und alles was wir für Frühlingsrollen brauchen und haben die wohl leckersten Frühlingsrollen auf Erden (jedenfalls unser Meinung nach) gemacht! Es war zwar das erste Mal das wir welche gemacht haben aber wir haben es geschafft sie ordentlich zu befüllen und zur rollen. Der einzige Nachteil daran war das wir zu viele gemacht haben und somit dann mehr als satt waren und sogar noch was übrig war für den nächsten Tag.


Paparazzifoto: ich beim Kampf gegen die Frühlingsrollen.

Und hier das fertige Produkt: Frühlingsrolle mit Glasnudel, Gehacktes, Sprossen und Nirafüllung. Dazu Misosuppe mit Kohl und Sprossen und Reis.

Am Montag (12. October) war ja Feiertag in Japan (Tag des Sports) und wir hatten beide frei. Da es mir schon wieder wirklich gut ging sind wir nach dem Mittagessen nach Asakusa gefahren! Da wollte ich nämlich schon immer mal hin muss ich gestehen.

Das berühmte Kaminarimon.

Daiki war auch mit.

Ich kam mir allerdings vor wie in Deutschland teilweise da 70% der Touristen aus Deutschland waren die da waren um sich den Sensouji (den großen buddhistischen Tempel den man immer in Reportagen oder so über Japan sieht) anzuschauen. Es war ziemlich voll aber ich denke, im Sommer zur Hauptsaison ist es die Hölle. So konnte ich eine Karte für Frau Brockhaus (meine nette Nachbarin in Halle) und zwei kleine Mitbringsel für Mama und Papa erstehen und konnte mir alles in Ruhe anschauen (was man so als Ruhe bezeichnen kann bei den Menschenmassen).
Aber ich fand es echt schön auch wenn es eine ziemliche Touristenattraktion ist. Wer nach Japan kommt sollte sich also den Sensouji unbedingt mal anschauen. Es lohnt sich!

Rechts sieht man die kleinen Lädchen in denen man Souveniere und anderes Zeug sowie Essen kaufen kann - für spezielle Preise versteht sich.

Die beiden kennt ihr ja.
Da hinten gehts dann zu den Tempeln.


Da wo es qualmt konnte man sich schlauer machen.

Ich habe auch eins von diesen Jahreshoroskopen gezogen und habe wohl dieses Jahr viel Glück. Es stand ogar da das ich berühmt werd in Zukunft und lange lebe uns so (naja... das erstere glaub ich eher weniger. Das zweite fänd ich gut.) Ich bin jetzt auch schlauer da ich mir Rauch über den Kopf gefächelt hab wie man das eben so macht wenn man da hingeht (stellt euch einen großen Bottich mit Asche und Räucherstäbchen vor. Um den standen viele Leute und haben sich mit dem Rauch eingeräuchert. Beim Kopf soll es dazu diehnen das man schlauer wird und bei allen anderen Körperteilen das sie heilen.


Ein Deckenbild im Haupttempel.

Leider darf man da nicht mit Blitz fotographieren, weshalb das Bild verwackelt ist...

Wir sind dann auch in den Haupttempel gegangen (der von Außen derzeit leider umgebaut wird...) und haben uns dann auch den Garten angeschaut. Es war wirklich schön und obwohl man mitten in Tokyo war und viele Leute da waren war es für mich doch irgendwie als ob der Ort an sich eine gewisse Ruhe ausgestrahlt hätte.

Die Gartenanlage war schon toll!


Für alle Indologen und andere die so was lesen können.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof haben wir uns noch etwas Süßes gegönnt (ich hatte einen Mame Daifuku und Daiki Tare Dango.)
Danach sind wir wieder heim gefahren und haben uns Yakisoba gemacht (gebratene Nudeln mit Gemüse und ein bisschen Fleisch drin).

Mein Lieblingsbild.

Ich glaube es ist eine von Buddhas Strohsandalen.

Am Dienstag (13. Oktober) war dann wieder Alltag ala Arbeit bzw. Uni angesagt bei uns. Daiki war Abends zu einem Barbeque von seinem einen Professor eingeladen (Pflichtveranstaltung ahoi) und war deshalb nicht da.


Mein Mittagessen bestand aus Reis, Umeboshi, Ninjin Kinpira (gebratene und dann mit Sojasauce, Zucker und Sake gekochte Möhre mit Sesam), Amamiso Piman (so ein kleiner grüner Paprika mit süßem Miso) und Nasu Shogayaki (Aubergine gebraten mit Sojasauce und Ingwer). Ich habe an dem Tag nur bis 15:30 Uhr gearbeitet und bin dann durch Shibuya gelaufen und dann bis nach Harajuku um mich umzuschauen. Ich hätte ja etwas Interessantes für die Arbeit finden können. Was Lustig war: Es haben mich an dem Tag 3 verschiedene Modelscouts angesprochen und gefragt ob ich nicht Model werden wöllte. Einer war von einem berühmten Haarsalon und wollte mich als Haarmodel. Ich überlege noch bei dieser Sache da ich statt Bezahlung kostenlos meine Haare geschnitten, gefärbt usw. bekommen würde. Aber: erstmal muss ich noch Informationen einholen ob ich das mit meinem Visum überhaupt darf und dann brauch ich noch die Genehmigung meiner Cheffin dazu. Na mal schauen.


Shibuya wenn es dunkel wird.


Abends gab es für mich ein Stückchen Lachs, Spinat mit Sesam und Sojasauce, gebratenes Gemüse bestehend aus Piman, Möhre und Frühlingszwiebel und Reis. Als Nachtisch habe ich mir Dango gegönnt.

Am Mittwoch (14. Oktober) fing bei uns auf Arbeit eine Halbtagskraft an. Wir haben nicht genugLeute derzeit um den Berg an Arbeit zu bewältigen mit uns paar Hansels und suchen jetzt Leute. Das Problem ist allerding Japaner zu finden die Englishc sprechen! Die neue heißt Ayaka, ist relativ jung und sehr nett. Sie arbeitet immer von 10 bis 14 Uhr so das ich jetzt nicht mehr so allein bin auf Arbeit wenn alle anderen weg sind. Nachmittags kam dann auch Natalie und die Arbeit ging gleich viel besser weil jemand da war mit dem man sich unterhalten und austauchen konnte. Wir hatten an dem Tag endlich jemanden da, der unsere Telefonleitung repariert hat, da die nämlich seit dem Taifun nicht mehr funktioniert hat. Gearbeitet hab ich an dem Tag sogar bis halb 7 und bin dann heimgefahren und gleich einkaufen gegangen, da Daiki um 8 ein Vorstellungsgespräch bezüglich eines Nebenjobs hatte. Es hat dann plötzlich angefangen zu gewittern und regnen, so das ich mich beeilt habe heim zu kommen. Ich habe dann fürs Abendessen Tsukune (Klopse aus Hähnchenfleisch), Salat aus Sojasprossen und Gurke mit Essig-Sesamdressing, Hourensou no goma ae (Spinat mit Sojasaucen-Sesamdressing), Reis und Misosuppe gemacht.

Am Donnerstag (15. Oktober) sollte ich aufgrund eines Workshops im Büro erst 11:30Uhr dort sein was mir sehr gut passte, da ich an dem Tag meine Alien Registration Card abholen gehen konnte. Wir sind nach dem Frühstück dann nach Matsudo zur Einwohnermeldebehörde gefahren und haben meinen Ausweis und ein Dokument, das besagt das ich jetzt amtlich registriert bin und das mich 300 yen gekostet hat, abholen gegangen. Letzteres ist wichtig für meine Verlängerung. Danach bin ich zur Arbeit gefahren und hab mich beeilt, da die Warterei länger gedauert hat als angenommen. Am Büro angekommen erwartete mich ein Zettel, das der Workshop wohl noch bis um 1 dauern würde und ich bitte dann wiederkommen soll. Also habe ich mich aufgemacht und habe die Gegend ein bisschen erkundet. Dabei habe ich einen kleinen Park mit einem Shrein gleich in der Gegend vom Büro entdeckt. In dem Park (zu dem ein Spielplatz gehört) gab es sogar Bänke und ich konnte mich hinsetzen und in Ruhe mein Mittagessen essen. Es gab Reis, einen von den Hähnchenklopsen, Spinat mir Sesam-Sojasaucendressing, Gebratenes Gemüse aus Sprossen, Piman, Möhre und Frühlingszwiebel und Aubergine.

Dafür das ich erst so spät angefangen habe, habe ich dann aber auch bis um 6 machen müssen an dem Tag.
Abends bin ich dann heimgekommen und habe aufgeräumt und Daiki aus dem Bett geschmissen, da er sich hingelegt hat. Wir sind dann einkaufen gegangen und haben uns etwas sehr leckeres zu essen gemacht: Toriniku Karaage (Mariniertes, in Mehl gewälztes Hühnchen das fritiert wird) mit geriebenem Rettich, fein geschnittenen Shiso Blättern und einer Sauce aus Ponsu (eine Essigsorte), Sojasauce und Zitronensaft. Dazu gab es den altbewährten Sojasprosse-Gurken-Salat, Misosuppe und Reis. Ich kann behaupten den Spitzenreiter unter allem was ich bis jetzt hier gegessen habe gefunden zu haben. Es war wirklich sehr lecker!!



Am Freitag (16. Oktober) stand ein Tag voller Arbeit an und ich hatte gleich Pech in der Bahn, da ich bis Omotesando stehen durfte (ungefähr 55 Minuten...). An dem Tag waren nur Ayaka, Natalie und ich im Büro und haben gegen den Berg an Arbeit angekämpft. Mittags sind Natalie und ich dann in ein kleines, verstecktes Lokal für veganisches Essen gegangen. Es war irgendwie in einer Nebenstraße von einer Nebenstraße und man kam sich so gar nicht mehr vor, als ob man noch in Shibuya wäre. Das Essen war wirklich sehr gut. Es gab ein Mittagsmenü für 1000yen. Dabei konnte man sich ein Getränk zusätzlich zu seinem Wasser, was man kostenlos und so viel man wollte bekommen hat, aussuchen. Dazu gab es eine Schüssel braunen Reis (der ist gesünder und enthält mehr Ballaststoffe als weißer Reis - natürlich auch teurer), eine Schüssel Misosuppe und man konnte sich 3 verschiedene Gerichte aussuchen zu denen man ein bisschen Grünen Salat mit Paprika bekommen hat. Ich hatte Kürbissalat, gekochte Satoimo (Tarokartoffel) in weißem Miso und fritierten Gemüsetofu der mit Pilzen in einer Suppe gekocht wurde. Als Getränk habe ich mit Oolongtee rausgesucht. Sehr satt und glücklich sind wir dann zur Arbeit zurück und nur noch einmal kurz raus um uns mit Nervennahrung in Form von Süßigkeiten zu versorgen.
Pflaumenirgendwas (salzig-sauer) und Schokoladentäfelchen mit Grünem Tee als Füllung.

Abends gab es dann bei Daiki und mir Saba Tatsuage (das gleiche wie Donnerstag nur mit Makrele.), Shishito (das sind kleine, leicht scharfe grüne Paprikaschoten - wadoku sagt mir es sind Ableger der Pfefferschote), Misosuppe und Reis.

Heute (17. Oktober) haben wir nichts gemacht. Find ich gut, die Woche war auf Arbeit stressig genug. Nachmittags habe ich einen Daifuku gegessen und mir Kaffee gekocht. Normalerweise schmeckt grüner Tee viel besser dazu aber wir haben derzeit keinen da. Und Kaffee ist auch toll!


Wir waren vorhin Einkaufen und haben uns Leber Itame gemacht. Das ist gebratene Leber mit Nira und Sprossen mit Sojasauce und Sake als Sauce. Dadurch das die Leber hier schon geschnitten ist (und das in schöne dünne Scheibchen), muss man sie nich so lange braten und sie entwickelt sich nicht zur Schuhsohle. Es war sehr lecker, nur leider leicht scharf. Dazu gab es Misosuppe und Reis und ich habe eine halbe Grapefruit als Nachtisch gegessen.

Morgen werde ich mich mit Mariko in Harajuku treffen. Ich hoffe alles geht gut, da es Sonntags ist und sicher viele Leute da sind. Und ich hoffe, wir haben morgen besseres Wetter als heute, da es heute grau und regnerisch war.

Übrigens - meine Erkältung ist endlich weg!

Bis bald!