Samstag, 17. Oktober 2009

Tradition und Moderne auf engstem Raum

Nach einer stressigen Woche auf Arbeit melde ich mich heute zurück mit Neuigkeiten über Japan, arbeiten in Japan und Essen! Ich habe viele Fotos gemacht damit ihr alle seht, was ich gesehen habe.

Am Sonntag (11. Oktober) haben wir dank mir wieder nichts machen können aber es ging mir schon viel besser als die Tage zuvor (dank genügend Vitamin C und anderen Grippemitteln). Wir waren für mich dann Nachmittags Puder kaufen, da meins sich dem Ende zuneigt. Als erstes haben mich hier die Preise leicht bis mittelschwer geschockt für einfaches Puder und zweitens der Umstand, das man hier mit ca. 60% leicht gelblichen und 30% leicht rosefarbenen Pudertönen konfrontiert wird. Aber ich habe eins bekommen mit einem menschlichem Preis (575yen für Dose und 20g Puder) da an dem Tag eine Aktion war wo es das was ich gekauft hab um 300 yen billiger gab. Es ist zwar nicht das was ich eigentlich wollte (das was ich eigentlich wollte hätte 1700yen gekostet...und wäre von einer Tochterfirma von Shiseido gewesen aber man kann nicht alles haben) aber es ist von Chifure welche auch sehr gutes Make up machen. Ich werde mir aber bald diesen Lipgloss von Majolica Majorca kaufen, da er Honig drin hat, was gut ist im Herbst und Winter für meine Lippen da die dann vielleicht nich immer gleich aufplatzen.
Abends haben wir uns dann entschieden Frühlingsrollen zu machen *_* Also haben wir uns einen Fritiertopf gekauft und alles was wir für Frühlingsrollen brauchen und haben die wohl leckersten Frühlingsrollen auf Erden (jedenfalls unser Meinung nach) gemacht! Es war zwar das erste Mal das wir welche gemacht haben aber wir haben es geschafft sie ordentlich zu befüllen und zur rollen. Der einzige Nachteil daran war das wir zu viele gemacht haben und somit dann mehr als satt waren und sogar noch was übrig war für den nächsten Tag.


Paparazzifoto: ich beim Kampf gegen die Frühlingsrollen.

Und hier das fertige Produkt: Frühlingsrolle mit Glasnudel, Gehacktes, Sprossen und Nirafüllung. Dazu Misosuppe mit Kohl und Sprossen und Reis.

Am Montag (12. October) war ja Feiertag in Japan (Tag des Sports) und wir hatten beide frei. Da es mir schon wieder wirklich gut ging sind wir nach dem Mittagessen nach Asakusa gefahren! Da wollte ich nämlich schon immer mal hin muss ich gestehen.

Das berühmte Kaminarimon.

Daiki war auch mit.

Ich kam mir allerdings vor wie in Deutschland teilweise da 70% der Touristen aus Deutschland waren die da waren um sich den Sensouji (den großen buddhistischen Tempel den man immer in Reportagen oder so über Japan sieht) anzuschauen. Es war ziemlich voll aber ich denke, im Sommer zur Hauptsaison ist es die Hölle. So konnte ich eine Karte für Frau Brockhaus (meine nette Nachbarin in Halle) und zwei kleine Mitbringsel für Mama und Papa erstehen und konnte mir alles in Ruhe anschauen (was man so als Ruhe bezeichnen kann bei den Menschenmassen).
Aber ich fand es echt schön auch wenn es eine ziemliche Touristenattraktion ist. Wer nach Japan kommt sollte sich also den Sensouji unbedingt mal anschauen. Es lohnt sich!

Rechts sieht man die kleinen Lädchen in denen man Souveniere und anderes Zeug sowie Essen kaufen kann - für spezielle Preise versteht sich.

Die beiden kennt ihr ja.
Da hinten gehts dann zu den Tempeln.


Da wo es qualmt konnte man sich schlauer machen.

Ich habe auch eins von diesen Jahreshoroskopen gezogen und habe wohl dieses Jahr viel Glück. Es stand ogar da das ich berühmt werd in Zukunft und lange lebe uns so (naja... das erstere glaub ich eher weniger. Das zweite fänd ich gut.) Ich bin jetzt auch schlauer da ich mir Rauch über den Kopf gefächelt hab wie man das eben so macht wenn man da hingeht (stellt euch einen großen Bottich mit Asche und Räucherstäbchen vor. Um den standen viele Leute und haben sich mit dem Rauch eingeräuchert. Beim Kopf soll es dazu diehnen das man schlauer wird und bei allen anderen Körperteilen das sie heilen.


Ein Deckenbild im Haupttempel.

Leider darf man da nicht mit Blitz fotographieren, weshalb das Bild verwackelt ist...

Wir sind dann auch in den Haupttempel gegangen (der von Außen derzeit leider umgebaut wird...) und haben uns dann auch den Garten angeschaut. Es war wirklich schön und obwohl man mitten in Tokyo war und viele Leute da waren war es für mich doch irgendwie als ob der Ort an sich eine gewisse Ruhe ausgestrahlt hätte.

Die Gartenanlage war schon toll!


Für alle Indologen und andere die so was lesen können.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof haben wir uns noch etwas Süßes gegönnt (ich hatte einen Mame Daifuku und Daiki Tare Dango.)
Danach sind wir wieder heim gefahren und haben uns Yakisoba gemacht (gebratene Nudeln mit Gemüse und ein bisschen Fleisch drin).

Mein Lieblingsbild.

Ich glaube es ist eine von Buddhas Strohsandalen.

Am Dienstag (13. Oktober) war dann wieder Alltag ala Arbeit bzw. Uni angesagt bei uns. Daiki war Abends zu einem Barbeque von seinem einen Professor eingeladen (Pflichtveranstaltung ahoi) und war deshalb nicht da.


Mein Mittagessen bestand aus Reis, Umeboshi, Ninjin Kinpira (gebratene und dann mit Sojasauce, Zucker und Sake gekochte Möhre mit Sesam), Amamiso Piman (so ein kleiner grüner Paprika mit süßem Miso) und Nasu Shogayaki (Aubergine gebraten mit Sojasauce und Ingwer). Ich habe an dem Tag nur bis 15:30 Uhr gearbeitet und bin dann durch Shibuya gelaufen und dann bis nach Harajuku um mich umzuschauen. Ich hätte ja etwas Interessantes für die Arbeit finden können. Was Lustig war: Es haben mich an dem Tag 3 verschiedene Modelscouts angesprochen und gefragt ob ich nicht Model werden wöllte. Einer war von einem berühmten Haarsalon und wollte mich als Haarmodel. Ich überlege noch bei dieser Sache da ich statt Bezahlung kostenlos meine Haare geschnitten, gefärbt usw. bekommen würde. Aber: erstmal muss ich noch Informationen einholen ob ich das mit meinem Visum überhaupt darf und dann brauch ich noch die Genehmigung meiner Cheffin dazu. Na mal schauen.


Shibuya wenn es dunkel wird.


Abends gab es für mich ein Stückchen Lachs, Spinat mit Sesam und Sojasauce, gebratenes Gemüse bestehend aus Piman, Möhre und Frühlingszwiebel und Reis. Als Nachtisch habe ich mir Dango gegönnt.

Am Mittwoch (14. Oktober) fing bei uns auf Arbeit eine Halbtagskraft an. Wir haben nicht genugLeute derzeit um den Berg an Arbeit zu bewältigen mit uns paar Hansels und suchen jetzt Leute. Das Problem ist allerding Japaner zu finden die Englishc sprechen! Die neue heißt Ayaka, ist relativ jung und sehr nett. Sie arbeitet immer von 10 bis 14 Uhr so das ich jetzt nicht mehr so allein bin auf Arbeit wenn alle anderen weg sind. Nachmittags kam dann auch Natalie und die Arbeit ging gleich viel besser weil jemand da war mit dem man sich unterhalten und austauchen konnte. Wir hatten an dem Tag endlich jemanden da, der unsere Telefonleitung repariert hat, da die nämlich seit dem Taifun nicht mehr funktioniert hat. Gearbeitet hab ich an dem Tag sogar bis halb 7 und bin dann heimgefahren und gleich einkaufen gegangen, da Daiki um 8 ein Vorstellungsgespräch bezüglich eines Nebenjobs hatte. Es hat dann plötzlich angefangen zu gewittern und regnen, so das ich mich beeilt habe heim zu kommen. Ich habe dann fürs Abendessen Tsukune (Klopse aus Hähnchenfleisch), Salat aus Sojasprossen und Gurke mit Essig-Sesamdressing, Hourensou no goma ae (Spinat mit Sojasaucen-Sesamdressing), Reis und Misosuppe gemacht.

Am Donnerstag (15. Oktober) sollte ich aufgrund eines Workshops im Büro erst 11:30Uhr dort sein was mir sehr gut passte, da ich an dem Tag meine Alien Registration Card abholen gehen konnte. Wir sind nach dem Frühstück dann nach Matsudo zur Einwohnermeldebehörde gefahren und haben meinen Ausweis und ein Dokument, das besagt das ich jetzt amtlich registriert bin und das mich 300 yen gekostet hat, abholen gegangen. Letzteres ist wichtig für meine Verlängerung. Danach bin ich zur Arbeit gefahren und hab mich beeilt, da die Warterei länger gedauert hat als angenommen. Am Büro angekommen erwartete mich ein Zettel, das der Workshop wohl noch bis um 1 dauern würde und ich bitte dann wiederkommen soll. Also habe ich mich aufgemacht und habe die Gegend ein bisschen erkundet. Dabei habe ich einen kleinen Park mit einem Shrein gleich in der Gegend vom Büro entdeckt. In dem Park (zu dem ein Spielplatz gehört) gab es sogar Bänke und ich konnte mich hinsetzen und in Ruhe mein Mittagessen essen. Es gab Reis, einen von den Hähnchenklopsen, Spinat mir Sesam-Sojasaucendressing, Gebratenes Gemüse aus Sprossen, Piman, Möhre und Frühlingszwiebel und Aubergine.

Dafür das ich erst so spät angefangen habe, habe ich dann aber auch bis um 6 machen müssen an dem Tag.
Abends bin ich dann heimgekommen und habe aufgeräumt und Daiki aus dem Bett geschmissen, da er sich hingelegt hat. Wir sind dann einkaufen gegangen und haben uns etwas sehr leckeres zu essen gemacht: Toriniku Karaage (Mariniertes, in Mehl gewälztes Hühnchen das fritiert wird) mit geriebenem Rettich, fein geschnittenen Shiso Blättern und einer Sauce aus Ponsu (eine Essigsorte), Sojasauce und Zitronensaft. Dazu gab es den altbewährten Sojasprosse-Gurken-Salat, Misosuppe und Reis. Ich kann behaupten den Spitzenreiter unter allem was ich bis jetzt hier gegessen habe gefunden zu haben. Es war wirklich sehr lecker!!



Am Freitag (16. Oktober) stand ein Tag voller Arbeit an und ich hatte gleich Pech in der Bahn, da ich bis Omotesando stehen durfte (ungefähr 55 Minuten...). An dem Tag waren nur Ayaka, Natalie und ich im Büro und haben gegen den Berg an Arbeit angekämpft. Mittags sind Natalie und ich dann in ein kleines, verstecktes Lokal für veganisches Essen gegangen. Es war irgendwie in einer Nebenstraße von einer Nebenstraße und man kam sich so gar nicht mehr vor, als ob man noch in Shibuya wäre. Das Essen war wirklich sehr gut. Es gab ein Mittagsmenü für 1000yen. Dabei konnte man sich ein Getränk zusätzlich zu seinem Wasser, was man kostenlos und so viel man wollte bekommen hat, aussuchen. Dazu gab es eine Schüssel braunen Reis (der ist gesünder und enthält mehr Ballaststoffe als weißer Reis - natürlich auch teurer), eine Schüssel Misosuppe und man konnte sich 3 verschiedene Gerichte aussuchen zu denen man ein bisschen Grünen Salat mit Paprika bekommen hat. Ich hatte Kürbissalat, gekochte Satoimo (Tarokartoffel) in weißem Miso und fritierten Gemüsetofu der mit Pilzen in einer Suppe gekocht wurde. Als Getränk habe ich mit Oolongtee rausgesucht. Sehr satt und glücklich sind wir dann zur Arbeit zurück und nur noch einmal kurz raus um uns mit Nervennahrung in Form von Süßigkeiten zu versorgen.
Pflaumenirgendwas (salzig-sauer) und Schokoladentäfelchen mit Grünem Tee als Füllung.

Abends gab es dann bei Daiki und mir Saba Tatsuage (das gleiche wie Donnerstag nur mit Makrele.), Shishito (das sind kleine, leicht scharfe grüne Paprikaschoten - wadoku sagt mir es sind Ableger der Pfefferschote), Misosuppe und Reis.

Heute (17. Oktober) haben wir nichts gemacht. Find ich gut, die Woche war auf Arbeit stressig genug. Nachmittags habe ich einen Daifuku gegessen und mir Kaffee gekocht. Normalerweise schmeckt grüner Tee viel besser dazu aber wir haben derzeit keinen da. Und Kaffee ist auch toll!


Wir waren vorhin Einkaufen und haben uns Leber Itame gemacht. Das ist gebratene Leber mit Nira und Sprossen mit Sojasauce und Sake als Sauce. Dadurch das die Leber hier schon geschnitten ist (und das in schöne dünne Scheibchen), muss man sie nich so lange braten und sie entwickelt sich nicht zur Schuhsohle. Es war sehr lecker, nur leider leicht scharf. Dazu gab es Misosuppe und Reis und ich habe eine halbe Grapefruit als Nachtisch gegessen.

Morgen werde ich mich mit Mariko in Harajuku treffen. Ich hoffe alles geht gut, da es Sonntags ist und sicher viele Leute da sind. Und ich hoffe, wir haben morgen besseres Wetter als heute, da es heute grau und regnerisch war.

Übrigens - meine Erkältung ist endlich weg!

Bis bald!

Samstag, 10. Oktober 2009

Zwischen Arbeit und Rushhour

Ich lebe noch wie ihr sehen könnt!

Also.. am Donnerstag dem 1. Oktober begann also mein Praktikum. Erste Hürde die sich mir stelte war meine Kleiderauswahl, da mir trotz Anfrage was denn erlaubt wäre keiner geantwortet hat. Ich bin also mit schwarzem Tshirt, schwarzem Blazer, meinem altrosa Rock und braunen Schuhen losgestiefelt zur Bahn. Lang lebe die Rushhour sage ich euch! Ich habe noch Glück und es lichtet sich ein bisschen an der nächsten Station aber trotzdem: ich quetsche mich hier also in eine eh schon volle Bahn und hoffe zu überleben. Sollte ich bis Matsudo keinen Sitzplatz haben bleibt das bis Shinochanomizu oder Otemachi auch so... Am letzten Donnerstag hatte ich Pech und stand bis Otemachi. Danach in Omotesando aus der Bahn raus, in die Ginza-Linie umgestiegen und irgendwie in Shibuya angekommen (ist ja nur eine Station dann noch). Ich wollte mich ehrlich gesagt vor Aufregung erstmal in die nächstgelegene Ecke übergeben, hab mich dann aber doch zusammenreißen können und es nicht getan. Wär ja schade um das Frühstück gewesen. Ich komme also im Büro an und was ist? Der Mensch der mit mir die Praktikumssache ausgehandelt hat ist nicht mehr in der Firma und keiner wusste das ich komme. Fein, nicht? Aber meine Cheffin ist sehr nett und somit hat sich eigentlich gefreut das jetzt da bin da außer mir kein anderer Praktikant derzeit 5 Tage die Woche da ist. Da an dem Tag aber in der Firma ein Workshop stattfinden sollte, wurde mir ein Zettel geschrieben und in die Hand gedrückt mit den Worten: schau ich in Shibuya um und geh in die Läden und schau mal was es so neues an Produkten gibt. Was ich an dem Tag auch getan habe. Von 9:30 bis 18 Uhr... Es gibt in Shibuya nämlich außer in Kaffees oder Coffeeshops oder anderen Lokalitäten wo man Essen kann keine Sitzmöglichkeiten (oder ich war einfach nur zu dumm dazu sie zu finden.) Und da ich ja brav mein Zeug mache was man mir gesagt hat bin ich auch fein den ganzen Tag in Shibuya rumgerannt und habe meine Arbeit getan um dann erstmal Abends als ich heimgefahren bin meine Füße kaum noch spühren zu können.


Ein paar Impressionen meines Tages. Ich bin übrigens die Meiji-Dori bis nach Harajuku gelaufen.

Daiki hatte an dem Abend eine Willkommen-zurück-Party, welche von der Uni veranstaltet wurde für alle Studenten die im Ausland waren. Und das alles für 4000yen... Ich habe mir dann in der Kaufhalle Kinpira und ein bisschen Hähnchengehacktes und ein Daifuku gekauft (da es abends war war bis auf den Daifuku alles reduziert im Preis) und bin dann die letzten paar Meter nach Hause gewankt. Dort angekommen habe ich mit Caro geskyped und mir irgendwann mein Abendessen gemacht (es gab Hähnchenklopse mit Kinpira und Reis.). Daiki kam dann etwas sehr angeheitert wieder heim gegen kurz vor 11. Ich habe an dem Tag aber auch bei 7eleven Geld abgehoben. Nachdem meine Kreditkarte bei unserem netten Automaten am Bahnhof ja nicht angenommen wurde hatte ich schon leichte bis mittelschwere Angst hier kein Geld zu bekommen aber es ist alles okay und ich bekomme problemlos (gegen tolle Gebühren allerdings) Geld.
Ich hatte genau so einen mit diesen lustigen Kugeldingern deren Name ich gerade vergessen habe drin. Außer ist es Klebreistei g und inne süßes Bohnenmuß. Genau das Richtige für mich also!

Am Freitag (2.Oktober) habe ich dann aus Zeitgründen auf mein Frühstück verzichtet und bin in die überfüllte Bahn (mit einem Sauerstoffgehalt von wahrscheinlich weniger als 1%) gesprungen und habe bin zur Arbeit gedüst. Ich bin in Shibuya erstmal promt zum falschen Ausgang raus, was ziemlich blöd war an dem Tag, da ich eh schon zu spät war, da die Bahn zu spät ankam da irgendetwas mit der vorhergigen Bahn war. Ich hatte keine Ahnung wo ich war und wo ich hinmusste, also habe ich einen Polizisten der rumstand gefragt und bin dann gerade noch rechtzeitig angekommen. An dem Tag lernte ich auch Natalie kennen, welche als Nebenjob Mittwochs von 3 bis 6 und Freitags ganztags in der Firma arbeitet. Sie ist Austauschstudentin aus den USA und hat letztes Jahr im Sommer schon mal bei Five by Fifty (das ist die Firma für die ich derzeit arbeite) Praktikum gemacht. Es war ganz gut das sie da war am Freitag, da ich nun auch weiß, was ich zu tun habe. Wir waren zusammen Mittagessen in einem Nepalesischen Curryladen und hatten Gemüsecurry was sehr lecker war (da ist das Wort wieder Papa! LECKER!) Das Naan was es dazu gab triefte zwar nur so vor Fett aber naja, man isst so was ja nicht jeden Tag. Die Empfehlung des Tages war zwar das Meeresfrüchtecurry aber das hätte 1000yen gekostet und das Gemüsecurry nur 900yen. Außerdem mag ich Gemüse! Wir hatten an dem Tag auch 1000 yen in bar in die Hand gedrückt bekommen für unser Mittagessen. Ich kann auch 1 - 2 Mal die Woche auf Kosten der Firma Mittagessen gehen für bis zu 1000 yen. Hauptsache ich kann am Abrechnungstag eine Quittung vorlegen. An dem Tag hatte es geregnet (wie die restlichen Tage auch bis Donnerstags diese Woche) und wir sind danach noch kostenslose Zeitschriften für die Arbeit einsammeln gegangen und haben uns dann in der Firma der Arbeit gewidmet mit Zeitung lesen (das Nikkei journal... wer dieses Teufelswerk kennt weiß, wie gut sich das lesen lässt...) und zusammenfassen da wir jede Woche einen Bericht abgeben müssen am Freitag über die neuen Produkte (hauptsöchlich Nahrungsmittel wie Pudding oder Getränke) und einen bezüglich der in den Medien veröffentlichen neuen Trends und Produkte. Ich bin zwischendrin mal zu Starbucks gehüpft, da meine Cheffin einen Kakao wollte. Das erste Mal in einem japanischen Starbucks also! Genauso teuer wie in Deutschland übrigens aber der Service ist wirklich gut. Ich habe es auch geschafft das Richtige zu bestellen. Nach der Arbeit bin ich nach Shinjuku gefahren um mich mit Kristin zu treffen. Ich habe vor dem Bahnhof noch ein bisschen gewartet und mir die Leute angeschaut um festzustellen das Japanerinnen negativ gut in ihren Absatzschuhen laufen können. Man könnte meinen sie haben dabei Schmerzen oder so aber nein, die Schuhe passen entweder nicht richtig oder die können wiklich einfach nicht drin laufen. Schlimm! In Deutschland würde man ausgelacht werden wenn man nicht richtig in seinen Schuhen laufen kann aber hier ist es anscheinend normal. Die Kerle sind aber auch nicht zu verachten. Bei vielen die in Shibuya oder Shinjuku rumlaufen würde ich behaupten die brauchen
länger im Bad als ich es morgens brauche.
Als Kristin dann kam haben wir erstmal festgestellt, dass das Wetter in den Tagen schlimm war für alle Ausländer: feucht und warm. Man schwitzte ständig und dazu diese Feuchtigkeit. Ich sah übrigens aus wie ein Schaf auf dem Kopf dank der Luftfeuchtigkeit und Kristins Haare haben an ihr geklebt. Wir sind dann in eine Izakaya gegangen (heißt: eine japanische Kneipe) und haben erstmal die Hürde der Karte vor uns gehabt. Diese war irgendwie handgeschrieben und mit vielen feinen Kanji bestückt so das wir Probleme hatten herauszubekommen was was ist. Aber wir haben Getränke und Essen bestellt und uns nen schönen Abend gemacht! Ich hatte übrigens ein Calpis Sour (mal am Alkohol vorbeigetragen muss man dazu sagen) und wir haben uns Torikaraage bestellt (einfach mal googlen. Das ist fritiertes Hühnchen) Um halb 11 sind wir dann gen Heimat aufgebrochen, da auch in Tokyo die Züge nur bis kurz nach Mitternacht fahren. Ich war dann kurz vor 12 zu Hause, aber Daiki war an dem Tag auch mit einem Freund in Shibuya sich etwas anschauen und auch erst 20 Minuten vor mir heimgekommen.

Am Samstag (3. Oktober) sind wir zu Hause geblieben da es geregnet hat wie sonst was und haben außer Wäsche waschen nicht viel gemacht (ich kann mich jedenfalls nicht mehr dran erinnern..) Nach dem Mittagessen sind wir kurz in die Kaufhalle gegangen, da ich Pudding essen wollte. Ich habe einen mit Esskastanie gekauft, es den nur jetzt im Herbst gibt. Zuerst war ich etwas skeptisch aberer hat wirklich gut geschmeckt! Demnächst teste ich den mit grünem Tee. Es gab an dem Tag abends Goya-chanpuru, Reis und Misosuppe mit Rettich. Goya ist übrigens Bittermelone aus Okinawa. Ich fand sie sehr lecker, auch wenn ich danach etwas süßes wollte.


Goya-chanpuru, Reis, Misosuppe. Da ist übrigens Schweinefleisch, Goya, Ei und Tofu drin.

So sah das Ding vorher aus. Ich finde, Goya sieht irgendwie lustig aus. Die Dinger sind aber recht groß.

Sonntag (4. Oktober) sind wir nach Kashiwa gefahren ins LalaPort (ein Einkaufszentrum), da Daiki sich das mal anschauen wollte zwecks Nebenjob. Ich hatte an dem Tag allerdings wunderbare Kopfschmerzen dank dem Wetter und als wir im Buchladen waren wurden die noch schlimmer. Und wer mich kennt weiß welche Laune ich bekomme wenn ich Kopfschmerzen hab... wir waren dann bei Tully's und ich habe einen Cappuchino getrunken um meine Tabletten nehmen zu können und danach war es schon viel besser ^^Wir sind dann ein bisschen dort rumgelaufen und ich war in dem axes femme.-Laden dort (eine Klamottenmarke die ich sehr toll finde. Es ist für jaanische Verhältnisse noch nicht mal so teuer dort) aber ich konnte mir trotz Sale nichts kaufen da ich nicht weiß wie viel Geld ich diesen Monat noch für Arbeit, Essen usw. ausgeben werde... Aber ich werde mir wohl einen Rollkragenpullover kaufen von denen, da die nicht so teuer sind und man sie oft anziehen kann (zumal die mal keine Kragen haben die einem die Luftzufuhr abschnüren)... mal schauen wie ich zeit, lust und geld hab. Danach waren wir noch im Dison und haben ein paar haushaltsdinge gekauft (Obstmesser, Haken für die Vorhänge, da Daiki von dem einen sämtliche Hacken zerstört hatte da er immer mit dem Computerstuhl auf dem Saum sitzt...) und ich habe mir eine Bentobox für mein Mittagessen gekauft! (420yen insgesamt. das sind vielleicht 3,5euro) Eigentlich ist sie für Kinder aber ich fand sie so niedlich und da ich ja jetzt immer brav frühstücke brauche ich nicht so viel zum Mittagessen. Und es ist ein Hässchen drauf! Man muss allerdings alles einzeln kaufen, was ich etwas nervig fand (heißt: Box einzeln, Gummi einzeln, Stäbchen einzeln und Box für Stäbchen einzeln)

Ich mag meine neue "Brotbüchse". Das da obendrauf sind übrigens die Hasen.

Wir haben uns noch Takoyaki (Oktopussbällchen) gegönnt und ich habe mich mal wieder als elegantestes Wesen dieser Erde gezeigt indem ich mir erstmal die Zunge verbrannt habe und nachdem ich den nächsten geteilt hatte mir dieser kurz vor meinem Mund wieder in die Packung gefallen ist... gebt mir ein Lätzchen zu essen sag ich nur... Aber sie haben gut geschmeckt und ich denke, das werde ich mir öfters mal leisten wenn ich welche in Shibuya gefunden habe. Wir sind dann heimgefahren und abends gab es dann Reis, Misosuppe, gebratenen, gesalzenen Lachs und Horenso no Goma Ae (Spinat mit einem Sesamdressing.).

Takoyaki - sehr heiß, sehr lecker!

Montags (5. Oktober) ging es dann wieder auf Arbeit. Ich habe brav alle Artikel im Nikkei Journal markiert die interessant waren und habe mich dann daran gemacht neue Produkte aufzuspühren. Meine Cheffin meine übrigens an dem Tag, das ich doch 4 Flaschen von Komezukuri kaufen sollte. Das ist übrigens ein neues, aus Reis hergestelltes und mit Kohlensäure versetztes Getränk ohne Alkohol. Es ist wirklich beliebt, was die Beschaffung des Ganzen etwas schwierig gestaltete. Ich habe an dem Tag bis um 4 gemacht und bin dann Heim gefahren. Abends gab es dann Yakigyoza (gebratene Teigttaschen mit Hackfleischfüllung), Reis und Misosuppe.

Gyoza! Ich mag die Kombination aus dem knusprigen Äußerem mit dem saftigen Inneren.

Am Dienstag (6. Oktober) hatte ich dann schon ein leichtes bis mittelschweres Kratzen im Hals, was mir weniger gefiehl. Ich bin wieder in meine Bahn gesprungen und zur Arbeit. ich habe einen Tag mit Bildersuchen und Word-Datei in Powerpoint umwandeln verbracht, da ein Kunde die Datei eben so haben wollte. Also habe ich mich mit Copy-Paste(Kopieren-Einfügen) angefreundet und eine 50 Seiten lange Powerpoint Präsentation erstellt über japanische Gesundheitsgetränke und ähnliches. Eigentlich hätte ich um 3 schon gehen können, aber mein Arbeitseifer fühte dazu, das ich um 5 gegangen bin und danach noch in Shibuya rumgelaufen bin um jenes besagte getränk zu beschaffen. Am Ende habe ich es nur in Tokyu Foodshow gefunden, einem eklusiven Lebensmittelgeschäft unter dem Bahnhof in Shibuya. Gekauft habe ich es dank der Massen an dem Tag um diese Uhrzeit nicht, sondern bin am Mittwoch nochmal dorthin aufgebrochen. Abends gab es dann Mapo Dofu und ich war mehr als satt danach. Für Mittwoch habe ich mir abends schon mein Essen zum mitnehmen gemacht. Es gab Reis, gedünstete Auberginen und Frühlingszwiebel in Miso, Tamagoyaki (süßes, gebratenes Omlett) und 2 Apfelstückchen.

Mittwochs (7. Oktober) hatte sich das Kratzen im Hals zu ordentlichen Halsschmerzen, begleitet von Ohrproblemen ausgeweitet und ich habe brav angefangen Zink und anderes Zeug zu schlucken um der Erkältung Herr zu werden. Zum Frühstück gab es Chahan. Mittagessen siehe oben. An dem Tag habe ich die Powerpointpräsentation fertig bekommen und meine Produktliste erweitert. Mittags bin ich dann zu Tokyu Foodshow gedüst und habe 4 Flaschen von Komezukuri gekauft und mich dafür erstmal 15 Minuten an einer der Kassen angestellt, da wohl alle Rentner aus Shibuya um diese Zeit dort einkaufen waren. Nachmittags kam dann auch Natalie und wir haben den Medienreport zusamen ein erweitert. Ich wurde von der Cheffin übrigens gelobt für meine gute Arbeit. Bis jetzt macht sie mir auch wirklich Spaß, auch wenn es anstrengend ist. Wir haben als Firmensprache Englisch und ich habe nur Muttersprachler um mich herrum. An sich ist die Firma zwar klein (Cheffin und Mitgründer der Firma + Natalie und ich... alle Anderen sind freie Mitarbeiter und arbeiten nicht im Büro) und es gibt viel zu tun, aber es macht Spaß und wird nicht langweilig. Und alle sind wirklich nett was ich gut finde. Vom Bahnhof aus läuft man vielleicht 7 Minuten bis zum Büro. Meine Arbeitszeiten haben sich noch einmal geändert: ich arbeite jetzt immer von um 10 an, da vorher eh keiner im Büro ist und ich keinen Schlüssel habe. Montags, Dienstags und Donnerstags arbeite ich normalerweise nur bis um 3 und Mittwochs und Freitags bis um 6. Also alles nicht so schlimm find ich.
Abends bin ich dann alleineEinkaufen gegangen, da Daiki im Bett rumlümmelte da er Halsschmerzen hatte. Man hätte denken können, er stirbt gleich, so wie er getan hat... typisch Mann eben! Man hatte mir an dem Tag schon gesagt, das ich am nächsten Tag nicht zur Arbeit kommen soll wegen des Taifuns und lieber von zu Hause aus was machen soll. Ich habein der Kaufhalle erstmal einen Schlag bekommen, da es aussah wie beim Ausverkauf! Die Leute haben so viel gekauft an dem Tag, was wirklich untypisch ist für Japan. Ich habe dann meinen Plan fürs Essen geändert und etwas anderes gekauft als ich eigentlich wollte. Ich habe dann Schweinefleisch, eine Grapefruit, Gurke und eine kleine Tüte Süßigkeiten für ich für die Arbeit gekauft. Es gab dann Shogayaki (Dünnes Schweinefleisch mariniert in Soyasauce, Sake, Zucker und Ingwer und dann gebraten), Misosuppe, Reis und Salat aus Sojasprossen und Gurke mit einem Essig-Sesamdressing. Übrigens hat die Misosuppe bei uns meist andere Gemüsesorten drin, je nachdem worauf wir Lust haben oder was da ist. Heute war es z.B. Sojasprossen, Nira und Kohl.

Ich habe mir diese Süßigkeiten für die Arbeit gekauft. Sie heißen Kinako Mochi und haben außen helle Schokolade mit Kinako und inne Mochi (aus Klebreis hergestellte gummiartige...Dinger). Ich muss ehrlich sagen, das dieses Zeug extrem gut schmeckt!

Am Donnerstag (8. Oktober) waren wir beide zu Hause (Daiki hat Donnerstags immer keine Uni) und haben erstmal ausgeschlafen. Zum Frühstück/Mittagessen habe ich Tanukiudon gemacht, was wirklich nicht schwer war und gut geschmeckt hat. (Tanukiudon ist Udon - dicke japanische Nudeln - mit Aburage - fritiertem Tofu - der vorher in einer Mischung aus Soyasauce, Zucker, Sake und Mirin gekocht wurde, Brühe und Frühlingszwiebeln. )

Da Daiki rohe Zwiebeln nicht mag hatte ich dafür die größere Portion auf meinen Tanukiudon. Geschmeckt hat es sehr gut und ich bin wirklich stolz darauf!

Nach dem Mittag sind wir auch einkaufen gegangen, da das Wetter in diesem Moment sehr gut war und wir nicht wussen wie lange das noch so bleiben würde. Von dem Taifun haben wir eher am Mittwoch Abend und in der Nacht etwas mitbekommen, da es da sehr stark geregnet und gestürmt hat. Am Donnerstg hatten wir immernoch sehr starken Wind aber blauen Himmel mit ein paar Wolken und Sonnenschein. Meine Erkältung hatte sich an dem Tag noch mehr auf die Ohren gelegt. Ich habe mir endlich eine Tasse gekauft damit ich mir Tee machen kann. Sie hat sogar einen Dackel als Bild darauf!

Der Dackel ist so niedlich! Ich glaube jeder der mich kennt, weiß wie sehr ich Dackel mag.

Abends gab es dann Mabo Harusame, was Glasnudeln mit Nira, Shiitakepilzen, Frühlingszwiebeln und Gehacktem in einer leicht scharfen Sauce sind, Reis und Misosuppe. Wir haben einen Rest für unser Frühstück am nächsten Tag aufgehoben, da es einfach zu viel war. Aber es war lecker und einfach zu machen (ich lerne hier mehr chinesische Sachen zu kochen als japanische fällt mir eben auf! Aber ich schreibe die Rezepte die gut waren immer fein auf damit ich das vielleicht auch in Deutschland mal machen kann. ) Ich war zwar wirklich satt, aber meine Grapefruit lachte mich so an und ich wollte mir noch ein paar Vitamine zuführen und habe deshalb dann noch eine halbe Grapefruit gegessen.

Mabo Harusame - übrigens sind viele der Essensbilder nicht von mir sondern dank Google hier da ich immer vergesse welche zu machen. Aber damit ihr wisst, wie das aussieht suche ich für euch gerne Bilder raus.

Am Freitag (9. Oktober) gab es zum Frühstück Tofu mit Ingwer und Sojasauce, Misosuppe und Reis. Ich bin dann zur Arbeit und wollte mir eigentlich in dem Conbini den wir 10 Meter vom Büro entfert haben Halsbonbons kaufen aber es gab irgendwie keine. Meine Cheffin hat mir an dem Tag übrigens gegen meine Halsschmerzen Honig in heißem Wasser mit etwas Zitronensaft empfohlen. Ich bin in der Mittagspause sicher in 5 verschiedenen Conbinis gewesen, aber nirgends gab es Honig. Ich bin an dem Tag wieder mit Natalie Mittagessen gegangen und wir waren in einem Lokal wo es Spagetti gab. Es war zwar ziemlich teuer meiner Meinung nach aber geschmeckt hat es und ich habe mir eine Quittung geben lassen, damit ich nächste Woch das geld dafür wiederbekomme. Ich hatte Spagetti mit Umeboshi (salzig eingelegte Pflaume), Nori (aka Tabackblatt für Papa), Furikake (Gewürzmischung für Reis eigentlich. Für weitere Erklärungen mal bei Wikipedia schauen.), kleingeschnittenen Shizo-Blättern, noch mehr Seetang abe diesmal nass, anderem Grünzeug und etwas gekochtem Hühnchen. Ich war wirklich satt hinterher da die Portion groß war aber gekostet hat mich der Spaß auch 1000 yen. Es war aber wirklich sehr lecker! Wenn ich wieder mal Geld habe werde ich das vielleicht nochmal essen! Der Schockmoment für uns war allerdings das wir kein Besteck bekommen haben sonder Stäbchen. Es ging, auch wenn ich damit langsam war.

Meine Spaghetti sahen auch so ungefähr aus.

Als wir wieder im Büro waren drückte mir meine Cheffin ein Beutelchen mit Trink-Gelee in die Hand, wegen meinem Hals. Sie wollte mir eigentlich Honig besorgen aber es gang nirgens welchen in der Nähe, also hatte sie mir das gekauft, da diese Dinger mit Vitaminen versetzt sind. Auf der Packung stand zwar Apfelgeschmack, aber es hat eher wie eine Mischung aus Apfel und Pfirsich geschmeckt. Gut war es allemal! Natalie und ich haben dann noch 6 kleine Zapfautomaten für diese kleinen Bierfässchen durch halb Shibuya gebuckelt, was ziemlich anstrengend war. Mehr ist an dem Tag auf Arbeit nicht passiert. Abends war ich ziemlich müde und fertig aber naja. Wir haben dann Abends Iridofu (zerkrümelter gebratener Tofu mit Miso-Soyageschmack. In dem Rezept wie wir es gemacht haben kamen noh Nira und Shiitake mit rein.) gemacht, weshalb wir nicht nochmal einkaufen gehen bauchten. Ich habe die Nacht geschlafen wie ein Stein.

Heute (10. Oktober) wollten wir eigentlich nach Akusakusa fahren, da ich mir den großen Tempel anschauen möchte (auch wenn Daiki meint ich soll nicht enttäuscht sein). Aber meine Erkältung hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, so das wir heute zu Hause geblieben sind, damit ich mich etwas ausruhen kann und meine Bazillen abtöten kann. Zum Frühstück/Mittag (wie gesagt ich habe geschlafen wie ein Stein - Daiki war sogar vor mir wach!!) gab es Ramen. Ich habe dann brav meinMedikamentenzeug geschluckt und 2 Stunden Später meine restliche halbe Grapefruit gegessen. Gegen kurz vor 4 waren wir dann einkaufen und ich besitze jetzt 2 Grapefruits, die das Wochenende wohl nicht ganz überleben werden. Das Obst hier ist zwar teuer, aber Grapefruits und ein paar andere Sachen sind nicht so teuer (eine Grapefruit kostet 78yen.. das sind ungefähr 60cent. Ein Apfel dagegen kostet 138yen, was 1,05 euro sind... Apfel wird es also eher seltener geben). Wir haben heute zwar relativ viel Gemüse eingekauft aber Kohl, Nira, Piman (diese kleinen japanischen, grünen Paprika), Möhre und Sojasprossen sind nicht so teuer, deshalb war es heute ein recht günstiger Einkauf mit 675yen (ca. 5 euro würd ich jetzt mal sagen) was mich freut, da ich mir heute zum Abendessen etwas mit viel Gemüse gewünscht habe damit ich schnell wieder auf die Beine komm. Es gab Yasaiitame was gebratenes Gemüse ist und wir haben noch ein bisschen Fleisch mit hineingetan. Dazu gab es Reis und Misosuppe. Nachdem wir vom Einkaufen wiedergekommen sind haben wir übrigens jeder einen Heidelbeerjoghurt gegessen.


So ähnlich sah unseres auch aus heute. Daiki war so lieb und hat heute mal gekocht und ich hab nur die Misosuppe gemacht.

Japanische Möhren sind wirklich riesig!!

Ich habe heute nach dem Einkaufen übrigens auch mit Oma telefoniert via Skype und vorhin ein bisschen mit Caro geskyped.

Wir werden jetzt auch langsam ins Bett gehen, da es hier schon nach 11 ist. Mal sehen ob wir morgen nach Asakusa können oder nicht.

Bis Bald !

P.S. beim nächsten Mal gibt es auch wieder ein Bild von mir. Ich habe es diesmal nur wirklich verpasst überhaupt Bilder zu machen da ich mit Arbeiten beschäftigt war.

P.P.S Hat irgendwer Lust, mit mir Dienstags oder Mittwochsabends nächste Woche etwas zu machen? Daiki ist abends an den beiden Tagen nicht da und ich mag nicht 2 Tage nacheinander alleine Abendbrot essen.