Samstag, 14. November 2009

Mamuteintrag

Da ich letzte Woche nicht dazu gekommen bin Blog zu schreiben gibt es diese Woche den Bericht von 2 Wochen - mit mehr Bildern als einem lieb ein sollte. Ich hoffe, keiner ist von der Informationsflut dann erschlagen.

Übrigens habe ich es auch endlich mal geschafft Daikis Motorrad zu fotographieren:
Schick oder?

Am Sonntag (1. November) machten wir uns dann kurz nach dem Mittagessen auf zum Unifest der Reitaku Universität. Das Wetter sah sehr nach Rege aus aber es war wirklich warm (um die 25Grad!) Der Wind ging dafür aber ziemlich stark. Nachdem wir angekommen waren, sind wir erstmal zur Ausstellung der Plakate die ein Seminar des Instituts für Deutsch gegangen, da dort Freunde von Daiki waren, welche an dem Projekt teilgenommen hatten.


Der Unicampus. Klein aber fein wie ich finde. Und schön grün.

Das Thema war übrigens ein Vergleich des Services in Deutschland und Japan oder so. Ich habe dort A-chan (fragt mich nicht nach ihrem richtigen Namen bitte) zum ersten Mal getroffen, welche auch mit Daiki befreundet ist. Masa kenne ich ja schon aus Deutschland. Man hat gemerkt, dass sich alle sehr viel Mühe damit gegeben haben, auch wenn Fehler drin waren. Aber das war nicht so schlimm, denn verstanden hat mans und die Fehler waren wirklich eher minimal.

Von links nach rechts: A-chan, meine Wenigkeit und Masa der immer gut gelaunt ist irgendwie.

Danach sind wir uns auf dem Unicampus durchfuttern gegangen, denn auf japanischen Unifesten gibt es immer viel zu essen. Die Clubs versuchen ihre Kasse damit ein bisschen aufzubessern. Ein armes Hansel muss allerdings mit einem Pappschild durch die Gegend rennen und das ganze anpreisen. Ich hatte zuerst Anmitsu (das ist Anko mit Dango und ein bisschen Mizu-Yokan gewesen. Normalerweise besteht Anmitsu aus Früchten mit Anko und ein bisschen Sahne aber es gibt davon viele Varianten.) Daiki hatte sich irgendein Mochi-Eintopfgericht aus Südkorea geholt dessen Namen ich vergessen habe. Ich durfte kosten und feststellen, das das Zeug gut geschmeckt hat aber für meinen Geschmack hart an der Schmerzgrenze war von der Schärfe her. Daiki meinte es sei ziemlich mild. Ähm ja... Danach hatte ich noch ein Fried Ice was Toast mit Eiscreme innen war welches dann fritiert wurde. Ich hatte welches mit Vanilleeis und Zimt oben drauf. Das Paradies auf Erden für mich also! (außen heiß und innen Eis und dann noch Zimt dazu! was gibt es Besseres???) Daiki hatte das selbe dann mit Macchaeis und Kakao oben drauf. Wir hatten auch noch Karaage. Für mehr hat leider das Budget nicht gereicht, da es dann doch ziemlich ins Geld geht. Ich habe dort viele Leute wiedergetroffen (Yuka, Fukumi, Masa, Shun, Naoya, Saori, Ryoichi... Mariko hab ich leider nicht getroffen...) Ich hab mich also wirklich gefreut (auch wenn mir von einigen Bekannten von Daiki gesagt wurde das ich aussehe wie eine Puppe...). Was auch sehr lustig war war die Frage: DAS ist deine Freundin??? an Daiki von einigen Leuten von der Uni. Ähm ja...

Mit Saori

Shun und Saori. Mit längeren Haaren sah Shun noch aus wie Odagiri Joe (japanischer Schauspieler).

Nochmal die Uni.

Mit Fukumi.

Mit Yuka die leider erkältet war.

Wir sind aber gegen 5 wieder heim, da es schon sehr nach Regen aussah. Nachdem wir dann noch kurz einkaufen waren hat es auch angefangen zu regnen.
Abends gab es dann Mabo-Tofu, da wir dafür noch alles da hatten.

Am Montag (2. November) brach die große Kälte erst richtig über uns herüber. Nachdem wir am Sonntag noch mit über 20Grad verwöhnt wurden, hatten wir am Montag dann nur noch 7... Ich dachte ich muss erfrieren und trotz den Versuch wie ein Michelin-Männchen mir so viele Schichten wie möglich anzuziehen war mir immernoch kalt. Ich wurde an dem Tag auch zum Tokyu-Kaufhaus geschickt um Gutscheine für Kunden zu kaufen. Ich nenne es Überlebenstraining, da ich zuerst die Auskunft befragen musste wo ich denn so was herbekomme und als ich dann die Verkaufsstelle gefunden hatte mit höflichem Japanisch überschüttet wurde und ich dann auch noch versuchen musste höflich zu antworten. Ich habe es aber geschafft und bin sehr stolz auf mich deshalb.
Ich bin nach der Arbeit aber los und habe mir neue Stiefel gekauft, da meine geliebten, braunen Stiefel schon auseinanderfielen (kein Wunder so oft wie ich die anhatte). Es ist aber gar nicht so infach irgendwas hier zu finden, das halbwegs praktisch ist an Stiefeln. A steht man vor dem Problem der richtigen Größe, da es hier die Größen S M L gibt. Ähm ja... Ich habe bei Schuhen hier Größe M also habe ich für die Stiefel bei Größe L geschaut, da ich im Winter eigentlich immer dicke Socken unter meinen Stiefeln trage. B scheint es hier kaum etwas zu geben an Stiefeln das menschliche Absätze hat. Entweder so gut wie keine (okay, nicht schlecht aber ich wollte wieder welche mit Absätzen) oder dann Beinbrecher mit 10 cm Pfennigabsatz oder so. und C gibt es hier so 70% der Stiefel derzeit nur mit so Wildlederimitat. Alles schön und gut aber... geeignet für Regenwetter oder Schnee ist das Zeug ja nicht gerade. Über die Preise möchte ich am wenigsten reden. Ich habe es aber nach langer Suche geschafft ein paar Stiefel zu ergattern. Sie ähneln meinen vorherigen sehr aber ich mag das Design und man kann gut in ihnen laufen. Meine alten Stiefel habe ich dann schweren Herzens zu Grabe (bzw. zum Müll) tragen müssen aber ich konnte Stiefel und Sohle schon gut voneinander trennen..

Die Riemen kann man übrigens abmachen wenn man will.

Absätze in denen man sogar laufen kann!

Wir waren jedoch beide ziemlich faul was kochen angeht und sind Ramen essen gegangen. Ich hatte Miso-Ramen und Daiki TanTanMen (scharfe Ramen). Dazu hatte sich Daiki Gyoza (5 Stück) und Reis bestellt. Ich habe mir auch eins von den Gyoza ergattert. Meine Ramen waren wirklich gut aber ich glaube ich probiere beim nächsten mal die mit Gemüse (ist jetzt neu auf der Karte bei dem Laden wo wir waren.) Wir waren danach noch kurz einkaufen fürs Frühstück und ich habe mir ein Säckchen mit Mandarinen ergattert. Die japanischen Mandarinen lassen sich wirklich gut schälen. Da in der Woche alle Donuts bei Mr.Donuts nur 100yen gekostet haben haben wir uns etwas geholt. Ich hatte einen normalen Windbeutel mit Sahne und Vanillepuddingfüllung und Daiki einen mit Sahne und Erdbeercremefüllung.

Meiner mit Vanillepudding. Es ist übrigens mein Ziel alle Donuts/Windbeutel bei Mr. Donuts durchzuprobieren bis ich wieder heim fahre. Ich bin auf dem besten Weg dahin!


Daikis mit Erdbeercreme.

Am Dienstag (3. November) war Feiertag aber wir haben nichts gemacht, da es einfach nur kalt war. Somit ging der Tag schnell mit nichts-tun vorbei. Zum Frühstück hatten wir allerdings etwas sehr tolles: Katso (echter Bonito wie mir Wikipedia immer wieder sagt) als Sashimi.
Dazu gab es wahlweise Ponzu oder Sojasauce mit Ingwer und Knoblauch. Sehr empfehlenswert aber auch recht teuer wenn man ihn nicht gerade für den halben Preis ergattern kann. Abends gab es dann Klopse (bzw. japanische Hamburger welche eigentlich nur die Buletten darstellen) mit geriebenem Rettich und Ponzu. Die Kombination war wirklich sehr gut und wer hier ist sollte das unbedingt mal ausprobieren!

Das grüne da obendrauf sind übrigens klein geschnittene Shiso-Blätter.

Am Mittwoch (4. November) war ich wieder tapfer auf Arbeit auch wenn es kalt war. Zum Frühstück gab es bei uns mal etwas ausgefallenes: Toast mit Rüherei. Der japanische Toast ist mir aber immer zu dick von den Scheiben her, weshalb wir normalerweise keinen kaufen. Wir haben auch Erdbeermarmelade gekaufr.
Auf Arbeit dürfen wir jetzt sogar die Klimaanlage anstellen weil es so kalt ist und unsere Cheffin meinte es ist ihr lieber sie zahlt mehr Strom als das wir alle krank sind und gar nichts machen können. Es ist nichts spektakuläres passiert an dem Tag außer das wir alle mal wieder David Copperfield spielen mussten um den Abgabetermin zu schaffen für das Projekt. (übrigens für alle Leute die sich immer wundern das ich Überstunden mache: ich bin hier in Japan und damit muss man sich eben an das halten was hier gang und gebe ist auch wenn man bei einer Firma die von Briten geführt wird arbeitet und nur die Praktikantin ist. Da beißt man in den sauren Apfel und gut. Es gibt schließlich schlimmeres!)
Abends gab es dann ein Leckerli! Oroshi Shake Zousui (Reissuppe mit Lachs und geriebenem Rettich). Wir hatten in unserer Satsumaimo (Süßkartoffel) und Komatsuna (Es ähnelt unserem Mangold).

Einfach nur lecker! Diese Kombination aus Süßkartoffel und ein bisschem salzigem war wirklich toll!

Am Donnerstag (5. November) hatte ich frei um zur Einwanderungsbehörde gehen zu können und die Verlängerung meines Aufenthalts beantragen zu können. Daiki war so lieb und kam mit, da es einfach mal einfacher ist solche Genemigungen zu bekommen, wenn ein Japaner mitkommt. Nach dem Frühstück, welches aus Okayu mit Süßkartoffe bestand, haben wir uns dann dafür entschieden zur Einwanderungsbehörde nach Chiba zu fahren und nicht zu der nach Shinagawa in Tokyo. Man darf ja jetzt solche Anträge bei allen Stellen der Einwanderungsbehörde stellen und wir wohnen genau in der Mitte zwischen den beiden Behörden. Eine Stunde Fahrt bis nach Shinagawa und genauso eine bis nach Chiba. Daiki meinte er wüsste wenigstens wo die Behörde in Chiba ist, da im gleichen Haus noch andere sind und somit sind wir dorthin. Und es war eine gute Entscheidung! In Chiba leben einfach mal so gut wie keine Ausländer konnte man mal wieder feststellen. Wir sind angekommen (es war übrigens auch an dem Tag schön kalt) und haben erstmal festgestellt das außer ein paar Chinesen und einer Vietnamesin und einem Thailänder (man konnte die Leute anhand ihrer Pässe unterscheiden) keiner dort war. Wir haben am richtigen Schalter eine Nummer gezogen und uns hingesetzt um nach 5 Minuten dranzukommen (und ich wollte doch die Sendung über die Schwarzen Bohnen fertigsehen ;___;). Der Beamte am Schalter war wirklich sehr nett und hat auch nichts gesagt als wir meinten das wir 2 Lücken nicht ausgefüllt haben da sich der japanische und der Englische Satz einfach mal komplett unterschieden haben. Er fragte mich dann nur woher ich komme und als ich meinte aus Deutschland hat er geschaut wie "Ich schaue mir jetzt die Unterlagen nur an weil ich muss denn eigentlich könnte ich dir die Genehmigung gleich geben". Wir haben uns also wieder hingesetzt und der Beamte verschwand kurz um sich Kopien für die Akten zu machen von meinen Unterlagen. Danach kam er wieder und hat mir einen Wisch in die Hand gedrückt und gemeint ich soll zur Post gehen und mir eine Briefmarke für 4000yen kaufen und dann unterschreiben. Mein Gedanke in dem Moment war: "Das wars schon????" Wir sind also zur Post die im gleichen Haus war und haben eine Briefmarke gekauft und dann wieder hoch. Ich habe meinen Pass mit einem weiteren Aufkleber zurückbekommen und mir wurde gesagt ich müsse nochmal zum Einwohnermeldeamt in Matsudo um das neue Datum auf meinem Alien-Ausweiß eintragen zu lassen. Mein Gedanke war wieder "Das wars schon????" Danach sind wir wieder gegangen und Daiki meinte, das es viel schwieriger war sein Studentenvisum zu bekommen in Deutschland als das hier bei mir. Na wenigstens manchmal muss ich ja auch Glück haben!
Danach hatten wir Hunger und sind in ein Einkaufszentrum in der Nähe essen gegangen. Ich hatte Tempura Soba (Buchweizennudeln mit einem fritierten Shrimp) und Daiki das Tonkatsu-Menü (bestehend aus Tonkatsu, Kohl, Reis und Misosuppe. Reis und Suppe soviel er wollte). Satt und glücklich sind wir dann wieder gen Matsudo und haben nichts mehr gemacht an dem Tag.

Meine Riesenportion Soba.

Abends haben wir dann Curry gekocht. Japanisches Curry ist wirklich lecker und eigentlich auch sehr einfach zu machen. Wir hatten diesmal welches mit Kartoffel, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Möhre und Schweinefleisch. Danach ist man nur sehr sehr satt!

Am Freitag (6.November) war auf Arbeit das normale Chaos los aber mehr auch nicht. Abends gab es gebratenes Rindfleisch mit Komatsuna (Komatsuna to gyuniku no itame mono).

Am Samstag (7. November) hat Daiki mir mein Pony geschnitten, da ich nichts mehr gesehen habe und mir die Zotteln schon meine Augen ausstechen wollten oder so. Jetzt sehe ich endlich wieder etwas.
Zum Frühstück/Mittag gab es bei uns an dem Tag übrigens Soba. Ich hatte meine mit Frühlingszwiebeln und Daiki seine mit einem Ei.
Nachmittags wollte ich mich eigentlich mit Marie treffen, welche ja auch derzeit hier in Matsudo wohnt. Aber leider hat es nicht geklappt weil die Zeit zu knapp gewesen wäre bei ihr und es bei mir ab 19 Uhr auch nicht ging (ich will ja schließlich Abend essen und das produziert sich nicht aus Luft und auch nicht alleine). Abends waren wir einkaufen und es gab Sanma no Sanga Yaki, was aus Makrelenhecht hergestellte Klopse darstellt welche mit einem Shiso-Blatt umwickeld und dann gebraten werden. Es ist ein Gericht aus der Präfektur Chiba und hier scheint wohl jede Familie das anders zu machen. Daiki mutiert zum Fisch-Experten, da er immer das Ausnehmen und Filetieren übernimmt (und das sogar freiwillig!). Es war wirklich sehr lecker auch wenn es halt ein bisschen aufwendiger war da wir erst den Fisch ausnehmen und filetieren und dann zu gehacktem verarbeiten mussten und dann mit dem Rest an Zutaten vermengen mussten aber gelohnt hat sich der Aufwand und ich denke, wir wiederholen das.
Danke an Kikkoman für Bild und Rezept. Da ich vor Vorfreude mich einfach aufs Essen gestürzt habe, habe ich natürlich vergessen ein Bild zu machen. Unsere sahen ein wenig anders aus aber naja... so in etwa.
Danach gab es noch Dango mit Koshian (durch ein Sieb gestrichenes Anko. Sehr fein also. Ich mag aber Tsubuan lieber da das aus zerstampften Azuki-Bohnen hergestellt wird und man noch die Textur der Bohnen hat.)

Am Sonntag (8.November) sind Daiki und ich dann zum Edo-Tokyo-Hakobutsukan gefahren. Das ist ein Museum, das das Leben in der Edo-Zeit (also ie Zeit bevor Japan sich dem Westen geöffnet hat) bis in die 70er Jahre hinein zeigt. Da wollte ich schon immer mal hin, da mich mein Wissensdurst nach Geschichte immer zu solchen Museen treibt.


Wir sind dafür nach dem Mittagessen nach Tokyo dafür gefahren, was für mich normal war, für Daiki eher anstrengend. Mittagessen bestand übrigens aus Reis, Misosuppe, Kimchi und in Miso eingelegtem Knoblauch. Eigentlich wollten wir ja schon eher aufstehen aber naja...
Der Bau ist übrigens sehr groß und imposant.
Pluspunkt für Japan ist übrigens auch der Umstand, das man meinen deutschen Studentenausweiß ohne Probleme anerkannt hat und ich somit nur die 480yen für den Eintritt habe bezahlen müssen. Als wir drin waren, konnten wir einer Rakugo-Aufführung beiwohnen (Rakugo ist traditionelle japanische Comedy.) was sehr toll war. Leider habe ich dank des lauten gebrabbels einiger Japaner teilweise nicht viel hören können.
Ich fand den Teil über Edo und das Leben in Edo wirklich sehr spannend. Der Teil über die Meiji-Zeit war auch noch sehr spannend, alles was danach kommt ist immer eher nicht so faszinierend für mich (egal in welchem Land... Ich bin nicht so begeistert von der Moderne) Hier ein paar Impressionen (ich habe an die 90 Bilder in dem Museum gemacht)


Es ist schon erstaunlich wie filligran das alles ist.

Tokugawa Ieyasu.

Das hatten Polizisten in der Edo-Zeit bei sich (neben anderen Utensilien aber das durften nur Polizisten besitzen)
Der Nachbau der Nihonbashi.
Damit haben sich die Vornehmen Leute herumtragen lassen. 4 Personen mussten es tragen und alleine im leeren Zustand hat das schon mal an die 70kg...
Ein Fächer für ranghohe Samurai für den Kampf um Anweisungen zu geben.
So sah das Leben in einem Nagaya (Reiehenhaus) in der Edo-Zeit aus. Viel verändert hat sich nicht behaupte ich mal.
Eine Zeichnung von einem Löschtrupp der Feuerwehr.
Für den Papa: eine Wasserpumpe um Brände zu löschen.

Man beachte die Essstäbchen! Ich bin froh im 21. Jahrhundert zu leben.

Schilder von Läden. Rechts das von einem Süßwarengeschäft.

Eine Geldwaage.




Bilder von hochrangigen Kurtisanen.
Ein Modell einer Kabuki-Aufführung.
Feuerwehr-Bekleidung.
Ein Brazier.

Das Beweisbild: Daiki war auch mit.
Eine japanische Wohnung zu Kriegszeiten.
Mit dieser Urkunde hat Japan seine Aufgabe im Krieg unterzeichnet.

Wer erinnert sich noch an den Eintrag mit den Bildern von Ginza? So sah die Ginza früher mal aus!



Nachdem wir ca. 4 Stunden im Museum waren sind wir dann doch leicht erschöpft und hungrig gen Heimat. Ich bekomme irgendwie immer Hunger in Museen.
Nachdem wir wieder in Kitakogane waren, sind wir zuerst zur Videothek gegangen, da Daiki sich eigentlich einen Film ausleihen hätte sollen für die Uni aber sie hatten ihn leider nicht. (und ich hatte mich schon gefreut, da es Shakespeare in Love gewesen wäre und ich den Film mag...)
Was es zum Abendessen gab habe ich leider vergessen...

Am Montag (9. November) war ich wieder brav auf Arbeit. Ich habe nur eine halbe Stunde länger gemacht und bin dann nach Matsudo geeilt um auf das Einwohnermeldeamt zu kommen. Dort habe ich erstmal eine geschlagene halbe Stunde warten müssen bis die Beamtin das Datum auf meinem Alien-Ausweis eingetragen hat (ich kam mir sehr an Deutschland vor da die Frau erstmal geschätzte 3q87387trilliarden Formulare ausfüllte und ständig ihre Kollegen fragte wie sie das machen muss. Anscheinend sind Beamte die bei Einwohnermeldeämtern arbeiten alle vom gleichen Schlag). Danach bin ich Heim gefahren und habe auf Daiki gewartet, da der ein Vorstellungsgespräch an dem Tag hatte.
Zum Abendessen gab es Hühnchenspieße, welche mit Shiso-Blättern gefüllt waren und erst gebraten und dann mit einer Marinade übergossen und weitergebraten wurden. Sehr lecker und einfach zu machen. Der Nachteil: man muss die ganze Zeit auf die Pfanne aufpassen. Naja, gibt Schlimmeres.

Am Dienstag (10. November) war auch nicht mehr los. Wir hecheln derzeit auf Arbeit von einem Abgabetermin zum nächsten undunsere Cheffin ist leider derzeit sehr beschäftigt da wir Stadtführungen für ausländische Geschäftskunden anbieten in unserer Zweigfirma Bespoke Tokyo und die derzeit gehäuft auftreten.
Aber ich konnte an dem Tag wenigstenshalbwegs pünktlich gehen. Abends gab es dann Reis, der mit Ingwer und Hackfleisch gekocht wurde, Misosuppe und eingelegtes Gemüse (Gurke und Möhre an dem Tag). Der Reis war wirklich lecker und hat einen schön aufgewärmt durch den Ingwer. Den Rest davon gab es bei mir am Mittwoch dann zum Mittagessen.

Am Mittwoch (11. November) hatte ich Laune für 10 Leute. Es hat seit Dienstag Abend geregnet und als ich in Shibuya angekommen bin (ich durfte die gesamte Strecke stehen... Freude!) hat es erst richtig angefangen zu Schütten wie aus Eimern (also so wie bei uns richtig heftiger Platzregen). Ich musste aber da durch da ich ja zur Arbeit musste. Meine Tragetüte für mein Bento hat den Regen leider nicht überlebt aber ich bin zwar nass aber sonst noch ganz im Büro angekommen. Meine Cheffin hat mich dann aber nochmal zu Starbucks geschickt, da sie Kakao haben wollte... Immerhin habe ich Geld dafür bekommen das ich mir auch was holen konnte. Dummviech wie ich manchmal bin habe ich natürlich Cappuchino bestellt und nicht Caramelmacchiato wie ich wollte. Manchmal denke ich ich verlege mein Hirn irgendwo!
Der Rest des Tages war von Arbeit und Zeitdruck geprägt und nicht spannend.
Am Abend wollten wir eigentlich Yasai Itame (gebratenes Gemüse) machen aber wir haben dann Katsuo billig bekommen und haben uns für Sashimi entschieden. Immer wieder lecker.
Ich hatte am Dienstag ein Momiji-Manju in der Kaufhalle billig erstanden und dieses dann mit Daiki geteilt. Es war nicht schlecht muss ich sagen aber ich teste mich ja noch durch die ganzen japanischen Süßigkeiten.

Am Donnerstag (12. November) war es dann wieder schön kalt geworden. Ich hasse den Umstand, das die Temperatur in Japan so schwanken kann aber kann man nichts machen. Ich war aber an dem Tag relativ früh zu Hause, da ich halb 5 mit meiner Arbeit fertig war und heim gehen konnte.

Abends hatten wir Miso-Tsukune Burger (Hähnchenklopse mit Miso drin) mit Ponzu, eingelegtes Gemüse (diesmal Gurke, Rettich und Möhre), Misosuppe und Reis. Allein dadurch das diesmal in den Tsukune Miso mit drin war und wir das ganze mit Ponzu gegessen haben, hat es mal ganz anders geschmeckt. Empfehlenswert! Wer das Rezept will, einfach fragen (gilt für alle Rezepte).

Am Freitag (13. November) war es immernoch kalt (14 Grad... brr...) und es hat genieselt, aber ich fand es nicht so schlimm wie am Tag davor. Wir waren sogar zeitig mit unserer Arbeit fertig und saßen dann teilweise nur noch rum Abends da wir (also Natalie und ich) freitags bis um 6 arbeiten. Mittags gab es bei mir Suppe und Salat aus dem Conbini, da ich kein Bento gemacht hatte da ich mich Abend mit Kristin in Shinjuku getrofen habe und nicht noch eine Tüte mehr mit mir rumschleppen wollte.
Ich habe mich dann kurz nach halb 7 mit Kristin in Shinjuku getroffen und wir sind wieder in das Izakaya gegangen, in dem wir schon einmal waren. Es war sehr lustig und wir hatten Glück, das die Getränke bis halb 9 alle zum halben Preis waren.

Ich habe gegessen: Furofuki Daikon (in Dashi gekochter Rettich mit Miso-Sauce) und wir haben uns eine Portion Dashimaki Tamagoyaki (japanisches Omlett mit Dashi drin) getreilt. Beides sehr lecker. Kristin hatte Tori momoniku karaage (fritiertes Hühnchen).
Links Kristins Karaage und rechts mein Rettich.
Unser Ei (wir haben schon etwas davon gegessen gehabt)

Als wir heim sind hatten das relativ viele Leute vor, da ja hier die Bahnen nicht so lange fahren (bis kurz vor 1 wenn ich mich richtig erinner). ich habe aber in Omotesando einen Sitzplatz bekommen (zum Glück) und musste nicht stehen und zerquetscht werden (die Bahnen sind um diese Uhrzeit brechend voll) Ich habe in der Bahn dann ein Nickerchen gemacht.

Daiki hat übrigens seit gestern einen Nebenjob, was wirklich gut ist, da wir jetzt nicht mehr die Sorge von wegen Miete etc. bezahlen haben.

Heute (14. November) habe ich nicht viel gemacht. Daiki musste ab 9 bis 3 in die Uni und ich bin nach dem Frühstück wieder ins Bett und habe wie ein Murmeltier geschlafen. Zum Mittag gab es Okayu mit etwas Gemüse und Umeboshi. Ich habe mir die Zeit mit putzen usw. vertrieben und etwas für unsere Cheffin reccherchiert. Morgen muss ich noch meiner Lieblingsbeschäftigung schlechthin nachgehen: bügeln (es gibt nichts schlimmeres als das...)
Zum Abendessen gab es heute Shogayaki mit Kohl, Misosuppe und Reis. Das ich Shogayaki mache wenn Daiki einen Nebenjob gefunden hat habe ich ihm vorher versprochen, da es sein Lieblingsessen ist. Vorhin gab es dann noch Kartoffelyokan (ich habe ein Foto gemacht aber es ist noch auf meiner Kamera), da wir beide Appetit darauf hatten und es etwas billiger war heute.

So, jetzt krieche ich in meinen Futon.

Bis bald!

7 Kommentare:

xfranczeskax hat gesagt…

Sieht ja mal wieder lecehr aus. ^.^Sag mal...in welcher Sprache unterhälst du dich mit Daiki eigentlich?

Anonym hat gesagt…

DAS MACHT MIR MUT !
aber meine Senseis meinten auch, " ach sie sind ja eh aus Deutschland, sie müssne nur eben diese marke kaufen für 4000¥," das Formular habe cih dafür auch schon XDDDDDDDDDDDDDD
naja aus deutschland kommen ist manchmal gut e

wir müssne uns treffen ><

Shu hat gesagt…

Hihi, das Beweisbild mit daiki hast du echt reingetan xDD Find ich ja mal toll. Und auch toll, dass du das Edo Tokyo Museum so magst. Ich finde das auch total toll und kann immer wieder hingehen. Man entdeckt immer etwas neues. War schon zweimal da. xD

Hey, Daiki ist sehr geschickt mit der schere, dein pony sieht toll aus! Echt! du musst dir um deine haare keine sorgen machen, die sehen toll aus ^^

Danke für das bild von uns beiden, das hab ich gleich mal gespeichert *lach* ZUm thema japanisches essen: Ich habe heute zum ersten mal muschel gegessen und... es nicht gemerkt. erst hinterher beim übersetzen der speisekarte ("Was hab ich da eigentlich gegessen? Kartoffelgrattin wars nicht...") xDDD

Lady Godiva hat gesagt…

whoaaaa *_* von 25 auf 7 grad... das ist hart....

*flauschs*

pass auf,d ass du dich nicht erkältest. *knuffz*

aber deine neuen stiefel sind echt toll :3 und mit deinem neuen pony siehst du irgendwie total anders aus *_*

Lady Godiva hat gesagt…

boah *_* der nimmt hier automatisch mein google konto *__*''''

übrigens bin das ich XD das pi XD

Anonym hat gesagt…

Das Museum war bestimmt sehr interesant und wie ich dich kenne gehst Du da noch einmal hin.

Dein Essen sieht immer sehr lecker aus, naja, wenn du wieder zu Hause bist darfst du dich austoben.

Dein neuer Ponny steht dir gut, hat Daiki gut gemacht.

Lg. Schlecker 53

Mian hat gesagt…

Daiki der Fisch- und Friseurmeister ;) Sieht ehrlich toll aus, kann mich allen Vorrednern nur anschließen.

Regen aus allen Eimern hatten wir hier leider auch, dann war's ganz kalt und jetzt wieder warm (gogglewetaher sagt mir 17 grad für Samstag >.<)

Ansonsten ist es schön, dass es euch beiden gut geht - ihr esst immer so leckere Sachen! Wie ich dich beneide :)

Hier in der Japanologie kriselts grad und es geht drunter unter drüber.. aber das wird schon.

Lasst es euch gut gehen~